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Samstag, 15.09.2018 Fußball

Die Torfabrik zu Gast

Von Dirk Westphal

War dreimal Sachsens Torjäger des Jahres und hat in den ersten beiden Meisterschaftsspielen dieser Saison bereits wieder siebenmal getroffen: Martin Schwibs vom HFC Colditz, der natürlich auch beim Gastspiel seiner Mannschaft in Döbeln nicht leer ausgehen will.
War dreimal Sachsens Torjäger des Jahres und hat in den ersten beiden Meisterschaftsspielen dieser Saison bereits wieder siebenmal getroffen: Martin Schwibs vom HFC Colditz, der natürlich auch beim Gastspiel seiner Mannschaft in Döbeln nicht leer ausgehen will.

© Dietmar Thomas

Die ersten Punktspiele sind Geschichte und nach den Pokalspielen in der vergangenen Woche wird das Meisterschaftsgeschehen wieder an Fahrt aufnehmen. Überraschungen sind dabei nicht ausgeschlossen.

Landesklasse vorm Anpfiff

Bereits am dritten Spieltag kommt es zum Aufeinandertreffen von Döbelner SC (12./1) und HFC Colditz (2./6). Die besondere Brisanz der Partie besteht nach wie vor darin, dass zahlreiche Spieler aus der Döbelner Region in Hausdorf spielen. So geht unter anderem Martin Schwibs seit vier Jahren für den HFC auf Torejagd und hat in den ersten beiden Saisonspielen bereits sieben Tore erzielt. Ob er gegen seinen Ex-Verein den Unterschied macht, bleibt abzuwarten. „Es ist egal, wer die Tore schießt, es ist einfach nur wichtig, dass wir eine Bude mehr machen“, sagte der Colditzer Goalgetter dem Döbelner Anzeiger. Zweifelsfrei allerdings ist, dass der Vizemeister des vergangenen Jahres am Sonnabend im Heinz-Gruner-Sportpark der Favorit sein wird. Die Döbelner ihrerseits werden sicher erst einmal die Null halten und das Spiel so lange wie möglich offen gestalten wollen. „Die Rollenverteilung gegen das Hausdorfer Starensemble, die Torfabrik der Liga, ist klar“, sagte DSC-Trainer Toni Bunzel, der mit einigen Ausfällen zu kämpfen hat. „Ich muss sehen, dass ich 15 Uhr elf gesunde Spieler auflaufen lasse. Aber die werden alles raushauen und sich im fairen Bereich mit Händen und Füßen wehren. Was rauskommt, wird man sehen.“

Mit dem ATSV Frischauf Wurzen (16./0) und dem Roßweiner SV (14./0) treffen zwei bislang punktlose Mannschaften in einem Kellerduell aufeinander. Die größere Erfahrung in der Landesklasse hat natürlich der Gastgeber, doch in einem solchen Spiel zählen die Punkte im Kampf gegen den Abstieg doppelt. „Wir wollen endlich unsere ersten Punkte einfahren, nachdem wir zweimal knapp gescheitert sind“, sagte RSV-Trainer Gerd Hentzschel, der auf Wim Burkhardt, Kay Lehmann und Steffen Zerge verzichten muss.

Kreisoberliga vorm Auflaufen

Mit dem Landesklasseabsteiger Bornaer SV (4./6) und dem SV Ostrau 90 (5./6) treffen zwei Tabellennachbarn aufeinander, die bislang zweimal gewonnen und einmal verloren haben. Entsprechend eng dürfte es in diesem Aufeinandertreffen zugehen, in dem die Gastgeber aufgrund des Heimvorteils leicht favorisiert erscheinen. „Nachdem wir uns im Pokal etwas schwergetan haben, wären wir mit einem Punkt beim Absteiger zufrieden“, sagte SVO-Trainer André Wittig. „Wir werden nicht auf Teufel-komm-raus angreifen, sondern erst einmal abwarten und versuchen, etwas mitzunehmen. Ich bin optimistisch, zu punkten.“

Noch ohne Niederlage liegt der BC Hartha (6./5) überraschend im vorderen Tabellendrittel in Schlagweite zur Spitzengruppe. Das soll und kann nach dem Spiel gegen den Tabellennachbarn TSV Großsteinberg (7./4) natürlich so bleiben. BC-Trainer Benjamin Bamburski: „Wir wollen zu Hause das Ding natürlich ziehen.“

Der VfB Leisnig (13./1) reist zum SV Tresenwald-Machern (10./4). Dort sind die Schützlinge von Rico Meister wohl eher Außenseiter. So sieht das auch der VfB-Verantwortliche, der auf Tobias Radke (Arbeit), Johann Böhm und Dominik Erl (beide Urlaub) verzichten muss. „Wir wollen natürlich nicht mit leeren Händen zurückkehren, wissen aber sehr wohl, dass sehr viel passen muss, wenn wir aus Tresenwald etwas Zählbares mitnehmen wollen.“

Kreisliga A Staffel Ost

Wann kommt der Meister von 2016/17 in Fahrt? Bislang haben die Fußballer des SV Medizin Hochweitzschen (14./0) weder in Meisterschaft noch Pokal etwas gerissen und liegen am Tabellenende. Allerdings spielen die Westewitzer zu Hause und haben mit dem Hohnstädter SV (6./3) eine Mannschaft zu Gast, die durchaus bezwingbar ist. Vorgemacht, wie das geht, hat der SV Aufbau Waldheim (8./3) zum Saisonauftakt. Danach allerdings offenbarten die Zschopaustädter in beiden Wettbewerben Probleme, an denen Trainer Steffen Kaiser in den vergangenen Einheiten gearbeitet haben dürfte. Die Richzenhainer sind Gastgeber gegen den Falkenhainer SV (3./6), der sich nach dem Abstieg aus der Kreisoberliga offensichtlich gefangen hat. Entsprechend reisen die Gäste favorisiert auf dem Sportplatz an der Hauptstraße an.

Beim SV Grün/Weiß Großbothen (10./1) muss der SV 29 Gleisberg (7./3) seine sportliche Visitenkarte abgeben. Die Schützlinge von Frank Baumert sind an einem guten Tag in der Lage, jeden Gegner in Bedrängnis zu bringen. Wie das Spiel ausgeht, wird auch davon abhängen, ob sie einen solchen Tag erwischen.

Die Partie SG Zschaitz/Ostrau II (13./0) gegen den ESV Lok Döbeln (5./4) war in der vergangenen Saison ein wahrer Zuschauermagnet. Damals allerdings ritten die Jahnataler auch auf einer Erfolgswelle. Auf die konnten sie in dieser Saison noch nicht aufspringen und so läuft der spielstarke Gast im Waldstadion als Favorit auf.

Kreisliga B Staffel Süd

Im Unterhaus kommt es am Sonntag zu einem echten Spitzenspiel. Der SV Einheit Mutzschen (3./6) empfängt den SV 50 Traktor Mochau (1./6). Wollen die ambitionierten Gäste auch nach dem Spieltag die Tabellenführung innehaben, dürfen sie nicht verlieren. Allerdings ist ihnen auch in Mutzschen ein voller Erfolg zuzutrauen.

Bei der SG Kössern/Sermuth II (6./3) tritt der ESV Lok Döbeln II (12./0) an. Bislang zahlten die Großbauchlitzer zweimal Lehrgeld und das könnte auch diesmal der Fall sein. Der Kiebitzer SV (11./0) hat den Döbelner SC II (7./2) zu Gast. Die junge Truppe von der Mulde sollte spielstärker sein als die Gastgeber und als Sieger vom Feld gehen, wenn sie sich körperlich nicht beeindrucken lässt. Zwischen Roßweiner SV II (8./1) und Otterwischer SV II (5./3) sollte sich ein ausgeglichenes Spiel entwickeln. Beide Teams treffen sich auf Augenhöhe. Das trifft wohl auch auf die Partie SpG Dürrweitzschen-Zschadraß II (10./1) gegen den SV Medizin Hochweitzschen II (9./1) zu, in der sich zwei punktgleiche Tabellennachbarn duellieren.

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