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Samstag, 13.10.2018 Kommentar

Die Sache mit der Gießkanne

Sylvia Jentzsch über die Verteilung von Ehrenamtsgeld

Sylvia Jentzsch
Sylvia Jentzsch

© André Braun

Es ist eine gute und schöne Sache, dass der Freistaat zusätzlich Geld für das Ehrenamt zur Verfügung stellt. Daran gibt es nichts zu rütteln. Doch es ist schwierig, diese finanzielle Anerkennung gerecht zu verteilen. Denn es gibt im Landkreis Mittelsachsen viele Menschen, die sich uneigennützig engagieren. Nur um einige Zahlen zu nennen: Fast 8 500 Kameraden sind bei der Freiwilligen Feuerwehr. Es gibt rund 400 Sportvereine mit mehr als 45 000 Mitgliedern, fünf Kreisnaturschutzbeauftragte, 109 Naturschutzhelfer, 24 ehrenamtliche Denkmalpfleger, Mitglieder von Heimatvereinen und viele mehr.

Es ist eine Herausforderung das Geld sinnvoll aufzuteilen, sodass es möglichst vielen Ehrenämtlern zugute kommt. Während der Landkreis mit seinen 20 000 Euro wirklich Projekte unterstützen kann, ist das bei dem Budget, das den Kommunen zur Verfügung gestellt wird, kaum möglich – auch wenn sich die Gemeinden und Städte redlich bemühen, so viele Ehrenamtliche wie möglich mit dem Geld zu würdigen. Hier kommt das Gießkannenprinzip zum Tragen – hier ein Tropfen und da ein Tropfen.

Sinnvoller wäre es gewesen, wenn das Geld für konkrete Projekte zur Unterstützung der Vereine ausgegeben würde. Die Strukturen dafür gibt es schon, sicher nicht nur beim Kreissportbund. Die hätten genutzt werden können, um mehr zu erreichen.

E-Mail an Sylvia Jentzsch

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