• Einstellungen
Montag, 30.07.2018

Die Bischofswerdaer Piloten fahren wieder voll auf Sieg

Gleich bei mehreren Rennen um die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft überzeugen drei Schiebocker.

Von Christian Kluge

Max Enderlein vom Freudenberg Racing Team aus Bischofswerda fährt in dieser Szene vom Schleiz-Wochenende dort, wo er am liebsten unterwegs ist – ganz vorn.
Max Enderlein vom Freudenberg Racing Team aus Bischofswerda fährt in dieser Szene vom Schleiz-Wochenende dort, wo er am liebsten unterwegs ist – ganz vorn.

© PR

Was machen die Piloten, die in der Supersport-300-Klasse um den Weltmeistertitel fahren, wenn dort gerade Sommerpause ist? Sie nutzen die Rennwochenenden in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) als Trainingsläufe – und fahren dort der Konkurrenz auf und davon. Im ersten Rennen am Sonnabend fuhr der Bischofswerdaer KTM-Fahrer Jan-Ole Jähnig in den acht Runden einen sagenhaften Vorsprung von über acht Sekunden auf seinen Teamkollegen Max Kappler heraus, der Zweiter wurde.

Am Sonntag wurde es dann knapper, denn der IDM-Gesamtführende Victor Steeman (Niederlande) konnte besser mithalten. Endergebnis: Jähnig gewann mit 1,4 Sekunden vor Steeman und Max Kappler wurde Vierter. Obwohl die Freudenberg-Piloten gar nicht die ganze IDM-Saison mitfahren, stehen sie nun mit 79 und 74 Punkten auf Platz vier und fünf der Gesamtwertung. Spitzenreiter Steeman hat 112 Zähler auf dem Konto, fuhr aber auch alle sechs Rennen mit. Weiter geht es in der IDM Ende August auf dem Lausitzring.

Jan-Ole Jähnig meinte nach seinem Doppelsieg: „Im Training und im Qualifying hatte ich ein super Gefühl und konnte immer noch ein wenig nachlegen, wenn es notwendig war. Von der Pole bin ich dann gleich als Erster in die erste Kurve eingebogen. Nachdem meine Verfolger sich in Zweikämpfe verstrickten, konnte ich meine Pace fahren und den Abstand Stück für Stück vergrößern. Die Konzentration zu halten war die größte Herausforderung, da wir vor allem am Sonnabend extrem warme und schwüle Bedingungen hatten. Im zweiten Rennen konnte ich das dann direkt wiederholen.“

Auch Teamchef Carsten Freudenberg war mit den Ergebnissen von Schleiz sehr zufrieden – auch mit Max Enderlein, der als dritter Bischofswerdaer Fahrer in der Supersport-600-Klasse antrat und seine Führung in der Gesamtwertung verteidigen konnte. Freudenberg: „Vor dieser Kulisse fahren zu dürfen ist immer etwas ganz Besonderes. Mein Vater und ich haben ja hier auch schon gewonnen. Hier nach Schleiz kommen immer so viele Motorradsportbegeisterte. Es war sicher wieder mehr als 30 000 Zuschauer hier und zelebrieren jedes Jahr ein großartiges Event. Das wir hier in alle Rennen so gut dabei waren, macht mich stolz. Drei Siege, einmal Platz zwei, drei und vier – das ist ein super Ergebnis!“

Max Enderlein musste am Sonntag gleich zweimal an den Start. Er kam mit einer knappen Führung in der Gesamtwertung nach Schleiz, konnte diese dann aber durch einen Sieg im ersten Lauf am Vormittag ausbauen. Enderlein: „Nachdem unsere Konkurrenz sich im ersten Rennen durch Frühstart und Sturz selbst ausbremste, wollte ich nicht zu viel riskieren und mir noch Kräfte für das zweite Rennen aufsparen. Hier wollte ich dann nichts anbrennen lassen und die Meisterschaftspunkte mitnehmen. Mit Platz drei habe ich dann ganz wichtige Punkte geholt, sodass ich nun ein gutes Polster für die letzten vier Rennen der Saison habe.“