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Freitag, 09.11.2018

Der Winterdienst wartet auf Schnee und Eis

44 Fahrzeuge und 60 Mitarbeiter sind einsatzbereit. Zu ihrem Arbeitsbereich gehören auch Teile der Radwege an der Elbe.

Von Christoph Springer

Winterdienst Mitarbeiter Thomas Saupe zeigt auf dem Salzberg: die obere Schicht des Streuguts ist grau, darunter ist es aber schneeweiß und pappt nicht zusammen. Es ist einsatzbereit.
Winterdienst Mitarbeiter Thomas Saupe zeigt auf dem Salzberg: die obere Schicht des Streuguts ist grau, darunter ist es aber schneeweiß und pappt nicht zusammen. Es ist einsatzbereit.

© Rene Meinig

Die äußere Schicht ist grau, aber darunter verbirgt sich ein etwa zweimal mannshoher, schneeweißer Berg. Es ist grobkörniges Streusalz, das in einer Halle der Straßenmeisterei Süd an der Lohrmannstraße in Reick liegt. Reinhard Koettnitz, der Leiter des städtischen Straßen- und Tiefbauamtes, zeigt auf den gewaltigen Salzberg. „Der Winterdienst ist gerüstet“, sagt er und belegt das mit Zahlen: 44 Fahrzeuge stehen bereit, die Hälfte davon gehört der Stadt, die andere Privatunternehmen, die im Rathaus-Auftrag streuen und räumen, sobald das nötig ist. 60 Mitarbeiter sind in den Schichtplan des Winterdienstes eingetragen, 718 Kilometer des insgesamt 1 400 Kilometer langen Dresdner Straßennetzes sollen sie möglichst schnee- und eisfrei halten. „Nach Maßgabe unserer Leistungsfähigkeit“, erklärt Koettnitz den Anspruch des Winterdienstes. Das bedeutet, das klappt nicht immer, es kann auch mal glatt sein. „Die Autofahrer müssen sich auf Schnee und Eis einstellen“, sagt der Amtsleiter, mit sommerlichen Straßenverhältnissen dürfe niemand rechnen.

Der Winterdienst rückt unter anderem dann aus, wenn an fünf eigens dafür ausgewählten besonders kalten Orten der Stadt die Temperatur der Straßenoberfläche so niedrig ist, dass es rutschig werden kann. Diese Messstellen befinden sich auf der Stuttgarter Straße, der Pillnitzer Landstraße in Hosterwitz, der Weißiger Landstraße im Schönfelder Hochland, auf der Eisenbahnbrücke der Königsbrücker Straße am Industriegelände, der Unkersdorfer Landstraße und der Radeburger Straße. Auch bei Neuschnee sind die orangefarbenen Lkws im Einsatz. „Aber wenn es im Berufsverkehr 20 Zentimeter Neuschnee gibt, ist alles zu spät“, dämpft Koettnitz die Erwartungen. „Dann steht auch der Winterdienst im Stau.“

Die Stadt gibt jeweils 1,5 Millionen für den eigenen Winterdienst und die Arbeit von Fremdfirmen aus, die per Vertrag den Auftrag haben, festgelegte Straßenabschnitte und Fußwege zu räumen. Dazu kommen 500 000 Euro für Salz, Splitt und andere Streumittel sowie 150 000 Euro für den Winterdienst auf dem Elberadweg. Der wird auf Neustädter Seite zwischen der Waldschlößchenbrücke und der Molenbrücke in Pieschen freigehalten, und auf Altstädter Seite von der Steinstraße bis zum Blauen Wunder.

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