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Montag, 04.06.2018

Der VfB Weißwasser ist Kreismeister

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Der Holtendorfer Tobias Makosch bejubelt seinen Treffer zum 2:1 gegen Friedersdorf. Foto: H.-E. Friedrich
Der Holtendorfer Tobias Makosch bejubelt seinen Treffer zum 2:1 gegen Friedersdorf. Foto: H.-E. Friedrich

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Nach dem Sieg über die Mannschaft aus Neueibau feiert die Mannschaft vom VfB Weißwasser überschwänglich den Kreismeistertitel und damit den Aufstieg in die Landesklasse.Foto: Rolf Ullmann
Nach dem Sieg über die Mannschaft aus Neueibau feiert die Mannschaft vom VfB Weißwasser überschwänglich den Kreismeistertitel und damit den Aufstieg in die Landesklasse. Foto: Rolf Ullmann

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Der letzte Schritt ist getan. Der VfB Weißwasser ist nach einem 2:1-Heimsieg über den SV Neueibau am letzten Spieltag nicht mehr vom ersten Tabellenplatz zu verdrängen. Der Vorsprung vor dem VfB Zittau beträgt fünf Punkte. Der Kantersieg der Zittauer über Schleife nutzt dem Vizemeister nichts mehr. FVO-Präsident Reginald Lassahn hat seinen Aufenthalt am Sonnabend in Weißwasser gleich genutzt, um neben dem Meisterschaftspokal auch den Weißwasseraner Axel Buder mit der Torjägerkanone auszuzeichnen, was vor dem Saisonende absolut ungewöhnlich ist. Aber Buder hat in 27 Spielen unglaubliche 44 Tore erzielt, elf mehr als sein Mannschaftskamerad Stefan Beil und 18 mehr als der Friedersdorfer Felix Bernsdorf. Das holt am letzten Spieltag niemand mehr auf.

Letzter Sieg war enge Kiste

Der VfB Weißwasser hat mit einem hart erkämpften 2:1-Sieg über den SV Neueibau den Titelgewinn klargemacht und hat damit alle Heimspiele der Saison gewonnen. Weißwasser begann mit viel Druck und ging durch einen 25-Meter -Knaller des starken Ben Pohling verdient in Führung (12.). Weißwasser spielte weiter mutig nach vorn und erarbeitete sich durch Robert Balko und Philipp Reimann gute Tormöglichkeiten. Patrick Kamke im Tor der Neueibauer wäre zweimal machtlos gewesen. Nach Foul von Oliver Kraatz an der Strafraumgrenze hatte der SV Neueibau seine beste Tormöglichkeit in der ersten Halbzeit. Den straffen Schuss aus zentraler Position parierte der Weißwasseraner Torwart Steven Knobel stark. Die zweite Hälfte begann der VfB sehr pomadig und so war es nicht verwunderlich, dass die Gäste nun besser ins Spiel kamen. Henry Wegner verwertete dann eine mustergültige Vorarbeit seines Mitspielers aus zentraler Position mit einem gekonnten Schlenzer in die lange Ecke. Doch die Antwort des VfB ließ nicht lange auf sich warten. Nach einem vermeintlichen Foul an Marcin Chrzanowski forderten alle Gäste einen Freistoßpfiff. Der gut leitende Schiedsrichter Amir Dilmaghani sah jedoch kein Foulspiel und so schaltete der VfB auf Angriff um. Mit einem sehenswerten Distanzschuss aus 28 Metern jagte Oliver Kraatz mit seinem ersten Saisontor den Ball in die linke Torecke. Die Gäste fühlten sich nach diesem Gegentreffer derart benachteiligt, dass sie den Torschützen tätlich angriffen. Aus der entstandenen Rudelbildung stellte der Schiedsrichter den Weißwasseraner Philipp Reimann mit Gelb-Rot vom Platz (67.). Neueibau mobilisierte nochmal alle Kräfte und drängte auf den erneuten Ausgleich. Doch mit Geschick und dem unbedingten Willen verteidigte der VfB den kostbaren Vorsprung. Die Alleingänge von Stefan Beil, Kevin Trause und Robert Balko hätten kurz vor Schluss die Erlösung für Mannschaft und Zuschauer bringen müssen, doch niemand vermochte es, den Sack zuzumachen. Und somit kamen 5 Minuten Nachspielzeit wie eine Ewigkeit vor. Kurz vor 17 Uhr pfiff Dilmaghani das Spiel ab und was folgte war grenzenloser Jubel aufseiten der Weißwasseraner. (sk)

Holtendorf gewinnt Derby

Der Holtendorfer SV, der am letzten Spieltag spielfrei hat, hat sein letztes Saisonspiel gegen den LSV Friedersdorf mit 4:1 gewonnen. Holtendorf begann überlegen. Klug scheiterte noch mit seiner ersten Chance am LSV-Torwart Golisch (23.). Aber dann brachte ein langer Ball von Gabriel auf den durchstartenden Makosch, der ihn in die kurze Ecke versenkte, das 1:0 (26.). Holtendorf blieb danach überlegen, verpasste es bei mehreren Möglichkeiten aber, die Führung auszubauen. Entweder hielt Golisch oder war der letzte Pass zu ungenau. So kam es wie so oft im Fußball: Friedersdorf glich kurz vor der Pause aus. Bernsdorf köpfte eine Flanke vom Elfmeterpunkt ins Tor. Auch die zweite Halbzeit gehörte dann Holtendorf. Chancen zum 2:1 gab es ausreichend. Nach einem stark gespielten Konter umspielte Klug den Gästetorwart, traf aus spitzem Winkel dann aber nur das Außennetz (55.). Dann scheiterte Makosch nach einer starken Balleroberung von Kube am Torwart. Als Hildebrand Klug über die Außenbahn schickte und der dann mit einer präzisen Flanke den frei stehenden Makosch bediente, vollendete der mit einem schönen Volleyschuss zum hochverdienten 2:1 (62.). Klug scheiterte wenig später mit einem Schuss am Friedersdorfer Schlussmann. Im Gegenzug zeigten die Gäste ihre Gefährlichkeit. HSV-Torwart Vgmetal rettete gegen Bernsdorf aus Nahdistanz (71.). Den Sack zu machten die Holtendorfer erst in den Schlussminuten. Klug schloss einen schönen Angriff über Gabriel und Kube, der einen überlegten Querpass spielte, zum 3:1 ab (83.). Und dann spielte Klug den außen durchstartenden Hirsch frei, der den Torwart ausspielte und zum 4:1 einschob. (mr)

Kemnitz holt Punkt in Rauschwalde

Jenseits von Meisterschaft und Abstieg ging es für den GFC Rauschwalde und den FSV Kemnitz nur noch um die Platzierung gegeneinander. Die Kemnitzer schienen am Ende die größeren Kraftreserven zu haben. Letztlich gab es ein für die Gastgeber glückliches 2:2-Unentschieden, das einmal mehr GFC-Torwart Markus Preuß in letzter Minute rettete. Für die Gäste begann das Spiel wenig erfreulich, denn sie verloren schon in der zweiten Minute Swen Weise, der wegen einer Platzwunde am Kopf ersetzt wurde und Max Tempel, der in der 19. Minute mit muskulären Problemen das Spiel beenden musste. Die erste Torchance im Spiel hatten die Kemnitzer bei einem Konter durch Richard Freudenreich, dessen Schuss in der 12. Minute am linken Pfosten vorbeiging. Der in der ersten Halbzeit mit großem Kraftaufwand agierende GFC-Angreifer Martin Wieczorek stürmte in der 18. Minute auf der rechten Seite allen davon, seine Flanke schlug Patrick Rönsch aus dem FSV-Strafraum. Wenig später faustete der Kemnitzer Keeper Arne Salomo einen straffen Distanzschuss von Christian Rolle ins Spielfeld zurück (20.). Fast im Gegenzug setzte Alexander Jachmann einen Distanzschuss deutlich über die Querlatte (24.) und köpfte eine Flanke von Paul Marko an den linken Pfosten (28.). Einen Fernschuss von Freudenreich parierte der GFC-Keeper ohne Probleme (30.). Auf der anderen Seite drehte ein Distanzschuss von Wieczorek am linken Dreiangel vorbei (31.). Vier Minuten später folgte ein toller Sturmlauf von Wieczorek auf der rechten Flanke. Der ließ noch einen Verteidiger stehen und überwand zuletzt auch noch Keeper Salomo, der wohl auf dem falschen Bein stand (35.). Nach Distanzschüssen für Rauschwalde und Kemnitz durch Marc Nestler (40.) und Freudenreich (44.), die jeweils deutlich über das Gebälk gingen, pfiff Schiedsrichter Andre Wende die erste Halbzeit in der 45. Minute ab, obwohl es bei der Verletzung von Weise eine minutenlange Unterbrechung gab.

Die Gäste kamen in der zweiten Halbzeit zunehmend besser ins Spiel. Nach weitem Pass aus der Kemnitzer Abwehr war Pascal Sabl zur Stelle und besorgte nach einer reichlichen Stunde das 1:1 (62.). Im direkten Gegenangriff wäre Felix Grundmann fast zum neuerlichen Führungstor für den GFC gekommen, doch der Gästetorwart parierte den straffen Schuss sicher (64.). Es folgten zunehmend Zuordnungs-Probleme bei den Gastgebern, die Freudenreich mit Schuss von der Strafraumgrenze und dem 1:2 für Kemnitz bestrafte (67.). In der 73. Minute folgte die wohl strittigste Szene des gesamten Spieles und große Aufregung im GFC-Lager, als Marko aus klarer Abseitsposition auf den GFC-Kasten zustürmte, doch zum Glück entschärfte der Rauschwalder Keeper den Schuss und verhinderte damit einen irregulären Treffer. So schien es für die Gastgeber dann auch wie eine Erlösung, als Grundmann nach schönem Pass von David Eckner überlegt zum 2:2 einschoss (82.). Die Kemnitzer ließen nun jedoch nicht mehr locker und witterten ihre Chance. Die kam in der 88. Minute, als Marko mit hohem Tempo in den Rauschwalder Strafraum lief und der Abwehrversuch von Keeper Preuß letztlich zur Notbremse geriet. Libero Patrick Rönsch trat zum Strafstoß an, aber der Rauschwalder Schlussmann parierte den gewiss nicht schlecht getretenen Elfmeter mit tollem Reflex. Der eingewechselte Tom Krause hätte in der 90. Minute zum Matchwinner für die Gastgeber werden können, am Ende gab es jedoch eine durchaus gerechte Punkteteilung. (cr)

Statistik

Holtendorfer SV — LSV Friedersdorf4:1 (1:1)

Tore: 1:0 Makosch (24.), 1:1 Bernsdorf (45.), 2:1 Hildebrand (62.), 3:1 Klug (83.), 4:1 Hirsch (84.), SR: Johann Seidl (SV Neueibau), Zu.: 70

VfB Weißwasser — SV Neueibau2:1 (1:0)

Tore: 1:0 Pohling (12.), 1:1 Wegner (54.), 2:1 Kraatz (61.)

Gelb-Rot: Reimann (Weißwasser), SR: Amir Dilmaghani (SV Horken Kittlitz), Zu.: 274

Eintracht Niesky II — SC Großschweidnitz-Löbau3:0 (0:0)

Tore: 1:0 Man. Wenzel (55.), 2:0 Gauernack (64./EM), 3:0 Kern (83.), SR: Thomas Hayn (FSV Kemnitz), Zu.: 35

BW Obercunnersdorf — Rot-Weiß Olbersdorf 2:2 (0:2)

Tore: 0:1, 0:2 Köhler (6., 45.+1), 1:2 F. Herrmann (53.), 2:2 Falz (90.), Gelb-Rot: Süselbeck (Obercunnersdorf), SR: Christian Walter (Aufbau Kodersdorf), Zu.: 91

GFC Rauschwalde — FSV Kemnitz2:2 (1:0)

Tore: 1:0 Wieczorek (35.), 1:1 Sabl (62.), 1:2 Freudenreich (67.),

2:2 Grundmann (82.), SR: Andre Wende (SpVgg Lohsa), Zu.: 35

VfB Zittau — Lok Schleife6:0 (3:0)

Tore: 1:0 Raissi (11.), 2:0 Keller (26.), 3:0 Neumann (45.), 4:0, 5:0 Nitsche (50., 66.), 6:0 Neumann (77.), SR: Marcus Hanschke (SV Schönau-Berzdorf), Zu.: 83

SSV Germania Görlitz — Stahl Rietschen-See abgesagt

(Nichtantritt Germania, eine noch inoffizielle 2:0-Wertung des Spiels für Rietschen-See ist in die Tabelle bereits eingearbeitet.)


Tabelle:

 1. VfB Weißwasser272250114:3271

 2. VfB Zittau27213385:2066

 3. Stahl Rietschen-See27156669:3651

 4. Holtendorfer SV28155855:4350

 5. LSV Friedersdorf27153967:5648

 6. SV Neueibau27127854:3243

 7. Eintracht Niesky II (N)27117948:4940

 8. GFC Rauschwalde271071049:5137

 9. SC Großschweidnitz-Löbau2799947:4836

10. Lok Schleife271041344:5134

11. FSV Kemnitz271041340:5234

12. BW Obercunnersdorf27661544:7624

13. Rot-Weiß Olbersdorf27461737:7618

14. Gelb-Weiß Görlitz (A)27342020:7513

15. Germania Görlitz (N)27122425:101 5

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