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Samstag, 13.10.2018

Der Kreissportbund macht es vor

Die Sportvereine erhalten Beratung und Weiterbildung. Teilweise sogar vor Ort. Das kommt allen zugute.

Birgit Müller, Vorsitzende des Heimatvereins Schrebitz, hatte schon vor der Verteilung des Ehreamtsbudget einen Vorschlag unterbreitet: Sie wünschte sich Ansprechpartner für die Vereine vor Ort, sogenannte Coaches. „Wenn wir Projekte einreichen oder Fördergeld abrechnen müssen, dann ist das für uns Ehrenamtliche ein riesiger Aufwand, dem wir teilweise nicht gewachsen sind“, so Birgit Müller.

Was sie und sicher auch viele andere Vereine wünschen, bietet der Kreissportbund (KSB) Mittelsachsen für seine Sportvereine an. „Unsere Arbeit hat drei Säulen. Das sind die Beratung, die Bildung und die Organisation von Veranstaltungen“, sagte Geschäftsführer des KSB Benjamin Kahlert.Er hätte es vorgezogen, wenn das Ehrenamtsgeld in Projekte geflossen wäre, von denen viele Vereine und Institutionen etwas hätten.

„Wir sehen uns als Netzwerker. Wir arbeiten mit Erzieherinnen, die die Jüngsten betreuen, und mit Leuten zusammen, die Sport für ältere Leute anbieten“, so Kahlert. Der KSB wäre durchaus bereit und hätte die Möglichkeit, auch für andere Vereine gewisse Angebote zu unterbreiten. Das betrifft zum Beispiel die Beratung und Bildung.

Der KSB bietet zum Beispiel Schulungen in Sachen Datenschutz und Vereinsrecht an. Und das nicht nur in Freiberg. Die zuständigen Mitarbeiter kommen auch vor Ort. Sie informieren die Sportvereine über Fördermöglichkeiten und unterstützen auch bei der Antragstellung. Der KSB ist auch Ansprechpartner, wenn es um Versicherungen und rechtssichere Satzungen geht. „Ein wichtiges Thema ist die Engagementberatung. Da geht es darum, wie Nachwuchs für die Funktionsträger, für Übungsleiter oder Kampfrichter gefunden werden kann. Diese Dinge betreffen nicht nur Sportvereine. Unsere Erfahrungen könnten wir an anderer Stelle einbringen“, so Kahlert. Selbst wenn es um das Vereinsklima geht, ist der KSB Ansprechpartner. „Ein Verein funktioniert ähnlich wie ein Unternehmen. Es geht um die Vereinsphilosophie. So etwas ist nicht am Telefon zu klären. Da müssen wir vor Ort sein. Das ist ein Prozess, der einen stetigen Austausch benötigt“, so Kahlert.

Der KSB hat auch ein Know-how in Sachen Fort- und Weiterbildung. Übungsleiter erhalten nach Abschluss von Lehrgängen Lizenzen. „Die Übungsleiter werden bei uns auf ihre verantwortungsvolle Arbeit vorbereitet. Denn es geht nicht nur um den Sport, sondern um soziale Kompetenzen“, so der Geschäftsführer. Weitergebildet werden auch die Vorstände von Vereinen. In diesem Jahr ging es vor allem um den Datenschutz. (DA/je)

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