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Samstag, 10.11.2018

Das Warten hat ein Ende

Am Montag eröffnet in Leppersdorf ein neuer Einkaufsmarkt samt Bäcker. Die ersten Kunden waren schon vorher da.

Von Alexander Buchmann

Robert Meyer vom Ottendorfer Mühlenbäcker ist sichtlich stolz auf die neue Filiale im Norma-Markt in Leppersdorf. Eröffnung ist am Montag.
Robert Meyer vom Ottendorfer Mühlenbäcker ist sichtlich stolz auf die neue Filiale im Norma-Markt in Leppersdorf. Eröffnung ist am Montag.

© Thorsten Eckert

Leppersdorf. Holzschindeln aus Südtirol, ein Parkettboden aus Schweden und Fensterglas, wie es auch in der Kopenhagener Oper verbaut wurde. Materialien wie diese würde man wohl eher in einem Designhotel vermuten als im Gebäude eines Discounters. Doch genau dort wurden diese in den letzten Wochen und Monaten verbaut – im Café des Ottendorfer Mühlenbäckers im neuen Norma-Markt in Leppersdorf.

„Es ist alles Handarbeit und in Handarbeit aufgebaut“, sagt Robert Meyer, beim Ottendorfer Mühlenbäcker zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. Der Stolz auf die neue Filiale, die am Montag eröffnet wird, ist ihm dabei durchaus anzumerken. Auf 160 Quadratmeter habe man die Möglichkeit gehabt, die eigenen Vorstellungen zu verwirklichen. Und dazu zählt auch das Verarbeiten hochwertiger Materialien. Entlang des neuen Verkaufstresens ziehen sich beispielsweise meterlange Kanthölzer und im Café-Bereich wurde ein überdachtes Sitzelement eingebaut. „Wir wollten etwas, das Charme hat“, sagt Meyer. Zu dem tragen auch die beiden Brotschieber bei, die gekreuzt an der Wand montiert wurden. „Die waren schon in der Backstube im Einsatz“, erzählt Meyer.

Neben der besonderen Atmosphäre, die durch die Gestaltung der Filiale geschaffen werden soll, ging es bei den verwendeten Materialien auch um Langlebigkeit. Denn man wolle langfristig an diesem Standort bleiben, sagt Meyer. Von diesem verspricht sich das Unternehmen einiges. Schließlich verläuft die A 4 in Sichtweite und das Gelände von Müller ist nicht weit. Das verspricht viele potenzielle Kunden.

Bis die ersten Kunden die neue Filiale betreten können, sind aber noch einige Restarbeiten zu erledigen. Nachdem am Mittwoch das Parkett eingeölt wurde, konnte am Donnerstag mit der Bestuhlung im Innenbereich begonnen werden. Am gleichen Tag wurde auch die 40 Quadratmeter große Terrasse fertiggestellt und mit Tischen und Stühlen ausgestattet sowie die verklinkerte Wand hinter der Theke gestrichen. Als einer der letzten Handgriffe soll am Sonnabend die italienische Kaffeemaschine installiert werden.

Was noch fehlt, sind weitere Mitarbeiter für die Filiale. Es habe schon Einstellungen gegeben, aber man suche noch weitere Mitarbeiter für den Verkauf, sagt Meyer. Diese könnten je nach Wunsch Teil- oder Vollzeit arbeiten. „Wir stellen flexibel ein“, so Meyer weiter.

Einkaufswagen stehen bereit

Während an der Bäckerfiliale noch gearbeitet wird, sieht der Norma-Markt schon am Donnerstag so aus, als müsste nur noch ein Mitarbeiter hinter der Kasse Platz nehmen und schon könne für die Kunden geöffnet werden. Lediglich der Bereich für Obst und Gemüse war noch nicht mit Waren bestückt. Sogar die Einkaufswagen standen am Donnerstag schon an ihrem Platz vor dem Markt, bereit von den Kunden durch die Gänge geschoben zu werden.

Und das wurde einer von ihnen tatsächlich schon. Während Norma-Expansionsleiter Wolf Krieger gemeinsam mit weiteren Mitarbeitern im Markt die letzten Arbeiten vor der Eröffnung durchführt, hat unbemerkt ein älteres Paar mit einem der Wagen den Laden betreten und begonnen einzukaufen. Als das bemerkt wird, mussten sie den Laden jedoch unverrichteter Dinge wieder verlassen. Es dauerte allerdings nicht lange, bis das nächste Auto auf dem Parkplatz abgestellt war und sich die Insassen auf den Weg zum Eingang machten. Kurz davor erkannten diese allerdings von selbst, dass sie für ihren Einkauf ein paar Tage zu zeitig da waren.

Dass die Leppersdorfer froh sind, wieder einen Einkaufsmarkt in ihren Ort zu haben, ist verständlich. Schließlich mussten sie lange darauf warten, wieder eine Einkaufsmöglichkeit zu haben. Der letzte Markt schloss in dem Wachauer Ortsteil einige Jahre nach der Wende. Seitdem hatte man sich immer wieder um die Ansiedlung eines neuen Marktes bemüht, aufgrund der Größe des Ortes allerdings jedes Mal Absagen bekommen.

Ab Montag um 8 Uhr ist die Zeit des Wartens vorbei. Dann kann in dem Markt, der auf einer Fläche von 7 500 Quadratmetern entstanden ist, aus einer breiten Palette an Produkten ausgewählt werden. Für die Eröffnung habe sich auch Wachaus Bürgermeister angekündigt, der das Band durchschneiden wolle, sagt Krieger.