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Montag, 11.06.2018

Das Starkregen-Problem auf der A 14

Zweimal innerhalb weniger Tage ist die A14 nach Unwettern gesperrt. Schlamm und Wasser haben den Abschnitt zwischen Döbeln-Ost und Nossen-Nord überflutet. Grundlegende Verbesserungen sind nicht in Sicht.

Ein kilometerlanger Stau bildete sich am 1. Juni auf der Autobahn 14, die nach Starkregen von Wasser- und Schlammmassen überflutet wurde. Am vergangenen Sonntag musste die A14 erneut wegen Überflutungen gesperrt werden.
Ein kilometerlanger Stau bildete sich am 1. Juni auf der Autobahn 14, die nach Starkregen von Wasser- und Schlammmassen überflutet wurde. Am vergangenen Sonntag musste die A14 erneut wegen Überflutungen gesperrt werden.

© Kirsten Nijhof/dpa

Döbeln/Nossen. Nach zwei Sperrungen wegen Überflutungen bleibt die Autobahn A14 zwischen Döbeln-Ost und Nossen-Nord weiterhin ein Risikobereich bei schweren Unwettern. Es sei nicht vorgesehen, Änderungen an der Dimension der Entwässerungsanlagen vorzunehmen. Diese sei regelkonform und im Normalfall mehr als ausreichend, teilte das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) am Montag auf dpa-Anfrage mit.

Am Sonntagabend hatte die A14 unweit des Rastplatzes Hansens Holz in Richtung Dresden zeitweise gesperrt werden müssen. Starkregen hatte Schlamm und Wasser auf die Fahrbahn gespült. Laut Polizei hatten sich wegen der Überflutung vier Unfälle mit Sachschaden ereignet.

Bereits am 1. Juni hatte die Autobahn voll gesperrt werden müssen, nachdem durch ein Unwetter eine Senke zwischen Döbeln-Ost und Nossen-Nord mit Regenwasser, Schlamm und Geröll vollgelaufen war.

Karte

Laut Lasuv wird die Dimensionierung der Entwässerungsleitungen bei den Planungen unter Berücksichtigung der jeweiligen Region mit durchschnittlich zu erwartenden Mengen berechnet. Solche Wassermassen in der kurzen Zeit wie am 1. Juni mit 80 Litern pro Quadratmeter könne keine Entwässerung aufnehmen, sagte eine Sprecherin.

Dennoch wird es im betroffenen Abschnitt an der Grenze der Landkreise Mittelsachsen und Meißen demnächst Bauarbeiten geben. Die Mitarbeiter der Autobahnmeisterei hatten bei den Aufräumarbeiten festgestellt, dass die Entwässerungsleitungen für die Unterhaltung und Reinigung der Entwässerungsanlagen ungünstig angeordnet sind. „Hier wird in Kürze eine Veränderung vorgenommen“, sagte die Sprecherin.

>>> Video der A14-Überflutung 1. Juni 2018