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Freitag, 04.05.2018

Das ist Neuhaus’ Plan fürs Derby

Für Dynamo kommt es in Aue am Sonntag vor allem auf die richtige Einstellung an. Der Trainer nennt fünf Punkte, die ihm besonders wichtig sind:

SGD-Trainer Uwe Neuhaus
SGD-Trainer Uwe Neuhaus

© Robert Michael

Es wird ein heißer Sonntag im Erzgebirge – und das nicht nur, weil die Meteorologen vorsommerliche 25 Grad voraussagen. Das Sachsenderby in der 2. Fußball-Bundesliga zwischen Aue und Dynamo Dresden ist allein schon brisant, diesmal aber durch die Konstellation im Abstiegskampf besonders heikel. Dynamos Trainer Uwe Neuhaus hat bei der Pressekonferenz am Freitagmittag erklärt, wie seine Mannschaft diese Partie angeht. „Es bringt nichts, vorher viel zu quatschen, sondern auf dem Platz zu zeigen, was in uns steckt.“ Das ist sein Plan:

Personell gut aufgestellt

Dynamo contra Aue - die heißesten Derbys

Marco Hartmann ist nach seiner Gelb-Rot-Sperre wieder dabei. „Über die Wertigkeit unseres Kapitäns brauchen wir nicht zu reden. Er bringt viele Dinge mit auf den Platz, die wichtig sind, vor allem in der Organisation. Ich bin sehr froh, dass er wieder zur Verfügung steht.“ Außerdem ist auch Niklas Hauptmann wieder ins Training eingestiegen. Ob der Mittelfeldspieler nach knapp drei Wochen Pause schon für die Partie in Aue eine Option ist, lässt Neuhaus offen. „Ich tue mich mit dem Gedanken schwer, ihn als Retter anzukündigen.“ Das wäre zweifellos eine zu hohe Bürde für den 21-Jährigen. Wenn es für ein solches Spiel besondere Erfahrung braucht, könnte sogar Andreas „Lumpi“ Lambertz noch mal ein Kandidat für die Startelf sein.

Mental gut vorbereitet

Nach der Niederlage gegen Düsseldorf sei die Stimmung bedrückt und betrübt gewesen, die Mannschaft habe es aber relativ schnell geschafft, das zu verarbeiten und nach vorn zu schauen. „Wir haben es nach wie vor selber in der Hand und wissen um die Bedeutung dieses Spieles, das hoch brisant ist“, meint Neuhaus. „Da gilt es, die Nerven im Zaum zu halten. Man kann nicht Wildwest spielen, sondern muss das, was man sich vorgenommen hat eins zu eins umsetzen. Das ist in der Theorie relativ einfach, in der Praxis gib t es die eine oder andere Unwägbarkeit. Davon darf man sich aber nicht beirren lassen.“ Deshalb habe er die Mannschaft in dieser Woche auf alle Eventualitäten eingestellt – und zwar sowohl theoretisch als auch praktisch.

Standards als ein Mittel

In der Vorsaison hat Dynamo den ersten Sieg in Aue nach fast 21 Jahren gefeiert, schon zur Pause stand es 4:0. Neuhaus sagt zwar, das spiele keine Rolle. „Wir fangen beide wieder bei null an.“ Aber das Erfolgsrezept von damals würde er gerne kopieren. Gleich dreimal waren die Dresdner nach Ecken erfolgreich. Deshalb stehen Standards am Freitagnachmittag auf dem Trainingsplan. „Damit hatten wir zuletzt nicht unbedingt viel Erfolg, obwohl die Ausführung einige Male richtig gut waren, aber der Abschluss hat nicht geklappt. Daran arbeiten wir, damit der Knoten platzt.“

Unentschieden eine Option

„Ich müsste lügen, um zu behaupten, dass ich mich mit dem Thema nicht beschäftige“, sagt Neuhaus und meint die Möglichkeit, dass es in der Schlussphase unentschieden steht. „Das heißt nicht, dass wir dorthin fahren, um einen Punkt zu holen. Wir wollen das Spiel gewinnen. Aber es kann sich im Laufe des Spieles und durch Zwischenergebnisse der anderen durchaus die Option ergeben, dass wir den Punkt absichern. Dann darf man sich nicht durch Emotionen, durch Hektik auf dem Platz in Situationen bringen, die man nicht überschauen kann.“

Rückendeckung für Schwäbe

Die Frage, ob der Schuss von Rouwen Hennings zum 2:1 für Düsseldorf haltbar gewesen ist, sei für ihn zweitrangig, betont der Trainer. „Die Fehlerkette interessiert mich mehr. Dieses Tor wäre weit früher zu verhindern gewesen, da hatten mehrere Spieler eine Aktie dran. Wir müssen den Fokus darauf richten, dass uns das nicht noch mal passiert, dass wir nicht die Gegenspieler so laufen lassen, sie eher stören, unter Umständen das Spiel durch ein Foulspiel unterbrechen. Das interessiert mich viel, viel mehr, als wenn einem zwei Zentimeter zum Ball fehlen. Es war ein guter Schuss. Den so einfach mal halten, ist nicht so einfach.“

Dynamo spielt voraussichtlich mit: Schwäbe – Kreuzer, Franke, Ballas, Heise – Hartmann – Koné, Benatelli, Lambertz, Duljevic – Testroet

Die Partie beginnt am Sonntag um 15.30 Uhr und ist mit rund 16 000 Zuschauern restlos ausverkauft, eine Anreise ohne Ticket ist zwecklos.

Fan-Info der SG Dynamo Dresden für das Spiel

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Leser-Kommentare

Insgesamt 4 Kommentare

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  1. Hans Hansen

    Neuhaus in allen "Ehren". Aber solche leeren Aussagen und Pläne hatten wir schon insbesondere in den letzten Monaten, wo es nur noch bergab ging, immer. Das z. B. sture Festhalten an Schwäbe ist für mich unverständlich. Viel schlimmer hätte es auch ohne dem nicht sein können. Neuhaus ist eben was das anbetrifft einfach stur und unbelehrbar. Entscheidend sind allein die Punkte, die bei Dynamo auf dem Konto stehen. Es bringt auch nichts, immer beste Werte bei Ballbesitz, erzielte Ecken, Torschüssen und sonstigen statistischen Erhebungen zu haben. Die Fans haben diese Saison seit Monaten nichts mehr zu lachen. Und wenn man 1 und 1 zusammenzählt, wäre ein Verbleib in der 2. Liga nach der Saison fast schon ein Wunder. Sollte Dynamo dann wirklich absteigen hat sich ein Neuhaus und letztendlich auch die Clubführung (wegen dem endlosen Festhalten an Neuhaus und seiner für jeden Gegner leicht zu durchschauenden Taktik) bei allen Fans zu entschuldigen und Vergebung zu bitten.

  2. Hans Hansen

    Neuhaus in allen "Ehren". Aber solche leeren Aussagen und Pläne hatten wir schon insbesondere in den letzten Monaten, wo es nur noch bergab ging, immer. Das z. B. sture Festhalten an Schwäbe ist für mich unverständlich. Viel schlimmer hätte es auch ohne dem nicht sein können. Neuhaus ist eben was das anbetrifft einfach stur und unbelehrbar. Entscheidend sind allein die Punkte, die bei Dynamo auf dem Konto stehen. Es bringt auch nichts, immer beste Werte bei Ballbesitz, erzielte Ecken, Torschüssen und sonstigen statistischen Erhebungen zu haben. Die Fans haben diese Saison seit Monaten nichts mehr zu lachen. Und wenn man 1 und 1 zusammenzählt, wäre ein Verbleib in der 2. Liga nach der Saison fast schon ein Wunder. Sollte Dynamo dann wirklich absteigen hat sich ein Neuhaus und letztendlich auch die Clubführung (wegen dem endlosen Festhalten an Neuhaus und seiner für jeden Gegner leicht zu durchschauenden Taktik) bei allen Fans zu entschuldigen und Vergebung zu bitten.

  3. manders

    Herr Neuhaus hat nur seinen Job zu verlieren ,wir dagegen mindestens 2 Jahre und Millioneneinbußen pro Spielzeit,wobei Neuhaus natürlich vom Verein bezahlt wird.Seit Wochen labert der Trainer wie gut wir sind und das die Fehler analysiert werden. Das er Schwäbe nicht öffentlich kritisiert ist logisch ,sonst müsste er ja Schubert ins Tor stellen .Die Art und Weise wie Wiegers von Neuhaus degradiert wurde interessiert doch auch keinen. Sinnlose PK vor dem Spiel wie immer!! Ich erwarte vom Trainer eine kämpferische Ansage und Profis die sich den Arsch für den Verein aufreissen!! Herr Neuhaus , was passiert wenn der Knoten, den sie auf der PK beschreiben nicht im 37 und 38 Punktspiel platzt? Sind wir dann abgestiegen als ballbesitz und passsicherste Mannschaft? Darauf können wir verzichten! Bei weit über 20 Gegentoren ab der 75 min wird jedem Fan des Vereins Angst und Bange.Fakt ist eins, mit schönspielen ist im Schacht nichts zu holen, sondern nur mit Wille und Kampf!!!

  4. mäxle

    ....immer wieder nur bla bla bla, die sollen doch nur einfach mal fussball spielen....der rest ergibt sich dann von selbst...

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