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Montag, 13.08.2018

Das ewige Splittern

Immer wieder sind Scheiben des Schallschutzes an der B 178n zerstört. Die verursachenden Geschosse liefern Lastwagen.

Von Markus van Appeldorn

Blick auf die B178n.
Blick auf die B178n.

© Matthias Weber

Fährt man die Löbauer Ortsumfahrung auf der B 178n entlang, sieht man auf der Brücke über den Oelsaer Taleinschnitt zahlreiche geborstene und zersplitterte Glaselemente am Brückengeländer. Dabei hatte das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) erst im letzten Sommer und Herbst anlässlich der Erneuerung der Straßendecke viele dieser Elemente ausgetauscht. Jetzt sind wieder welche kaputt.

Lasuv-Sprecherin Isabel Siebert mochte auf SZ-Anfrage Vandalismus als Grund nicht völlig ausschließen, hielt jedoch andere Ursachen für wahrscheinlicher. „Im Laufe der Nutzungsperiode wurden bereits mehrere Scheiben durch Steinschlag beschädigt und ausgetauscht“, teilt sie mit. Zu diesem Steinschlag sei es durch Ladegutverluste von Schüttgut passierender Lastwagen gekommen. Vogelschlag schließt das Lasuv als Ursache aus. „Die Scheiben sind mit einem Vogeleinschutzflug versehen und bislang wurden keine toten Vögel aufgefunden.“

Die als Lärmschutzwände dienenden Scheiben bestehen aus einem Verbundsicherheitsglas. Dabei werden zwei Glasscheiben auf eine Trägerfolie aufgeklebt. Bei Glasbruch lösen sich die Scheiben in unzählige Glaskrümel auf, bleiben aber formstabil. Laut Lasuv kostet so ein Glaselement inklusive Ein- und Ausbau rund 2 500 Euro. Beim nächsten Austausch wolle man die zerstörten Glaselemente durch solche aus bruchfestem Acrylglas ersetzen.

Letztmals ließ die Behörde im Mai zerstörte Glaselemente austauschen. Der nächste Austausch sei erst im Jahr 2019 vorgesehen. „Dabei kann es aber dazu führen, dass nur die Scheiben getauscht werden, welche zum Zeitpunkt der Vorbereitung und Vergabe defekt sind und dazukommende Scheibenschäden zunächst nicht erneuert werden“, teilt Isabel Siebert mit. Demontage und Einbau einer Scheibe würden jeweils zwei Stunden dauern.

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