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Donnerstag, 13.09.2018

Dankbar für den Supersommer

Kioskbetreiber Arjan Loef rechnet mit seiner ersten Saison im Freibad Pretzschendorf ab. Ob er nächstes Jahr weitermacht?

Von Anja Ehrhartsmann

Kioskbetreiber Arjan Loef serviert Renate Habbe aus Colmnitz und Günter Gürth aus Freital seine frisch zubereiteten Pommes.
Kioskbetreiber Arjan Loef serviert Renate Habbe aus Colmnitz und Günter Gürth aus Freital seine frisch zubereiteten Pommes.

© Frank Baldauf

Pretzschendorf. Für Arjan Loef geht seine erste Saison im Pretzschendorfer Freibad zu Ende. Am 15. September ist offiziell Schluss. „Wir sind noch dabei, die letzten Eis und Pommes an den Mann zu bringen“, sagt der gebürtige Niederländer und lacht. Grund zur Freude hat er allemal, denn über zu wenig Kundschaft kann der neue Kioskbetreiber wahrlich nicht klagen – im Gegenteil.

Der Super-Sommer lockte viele Badegäste ins Bad, die das Snack- und Getränke-Angebot des 40-Jährigen gerne angenommen haben. Ob belegte Brötchen, Toastis oder Pommes, alles ging gleichermaßen gut weg. Auch die Hamburger, die eher unbeabsichtigt auf der Speisekarte gelandet sind, haben sich zum Verkaufsschlager entwickelt. Statt Schnitzel sind eines Tages versehentlich Burger-Patties in der Kiste mit vorbestellter Ware gelandet. Da die Burger so gut gingen, hat Arjan Loef sie auf der Karte behalten. Insgesamt habe er das Waren-Management gut hinbekommen. „Groß ausverkauft war eigentlich nie was“, sagt der Colmnitzer.

Mit der Saison ist er mehr als zufrieden. „Der Kiosk wurde gut angenommen“, so das Fazit des 40-Jährigen. Viele Badegäste hätten sich sehr darüber gefreut, dass es dieses Jahr wieder die Möglichkeit gab, vor Ort eine Kleinigkeit zu essen. Und obwohl er noch keinen Kassensturz gemacht hat, immerhin ist die Saison noch nicht zu Ende, steht fest: Auf Unkosten bleibt er nicht sitzen. Damit ist das, was er sich für seine erste Saison erhofft hatte, eingetreten.

Gut gelaunte Kundschaft

Alles in allem blickt er auf erfolgreiche Wochen zurück, obwohl das wochenlang gute Freibadwetter und das damit verbundene Besucheraufkommen auch an den Kräften gezehrt haben. 30 Tage am Stück zu arbeiten und das jeden Tag bis zu 15 Stunden, sei eine ganz neue Herausforderung gewesen. Denn sein Tag begann bereits morgens um 7 Uhr mit Einkaufen. Und abends, wenn der Badebetrieb schon eingestellt war, haben sich manche noch im Außenbereich des Kiosks hingesetzt. „Die Leute waren gut gelaunt, das hat mir Energie gegeben“, sagt der Colmnitzer.

Ob er sich vorstellen könnte, den Kiosk nächstes Jahr wieder zu übernehmen? „Wenn die Bedingungen so bleiben, würde ich auf jeden Fall weiter machen“, sagt er. Abhängig ist das aber nicht nur von ihm, sondern auch von der Gemeinde Klingenberg, die als Badbetreiber auch für den Kiosk zuständig ist und damit den Rahmen vorgibt. Gespräche dazu werden mit Sicherheit noch stattfinden, so der Colmnitzer. Dass dieser Sommer außergewöhnlich war, gerade was das Wetter betrifft, und es nächstes Jahr ganz anders laufen kann, sei ihm natürlich bewusst. Ihm gehe es aber vor allem auch darum, das Angebot im Pretzschendorfer Bad zu erhalten. „Für viele steht und fällt ein Freibadbesuch mit einem Imbissangebot, so haben es zumindest viele Badegäste rückgemeldet.“

Bis es für ihn im nächsten Jahr vielleicht wieder im Pretzschendorfer Bad losgeht, ist Arjan Loef erst mal wieder anderweitig beschäftigt. Denn hauptberuflich arbeitet er in der Blumenbranche, ein Saisongeschäft, das nun wieder beginnt. Die Pause zum Verschnaufen nach dem Saisonende ist deshalb nur kurz. Schon Ende September geht es für ihn in die Niederlande.