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Mittwoch, 11.07.2018

Daimler will mit eCitaro Verbrenner-Busse ablösen

Sie gelten als wichtiger Baustein im Kampf für bessere Luft in den Städten: die Elektrobusse. Daimler präsentiert jetzt sein erstes Model.

Weltpremiere von Daimlers Elektrobus. Berlin und Hamburg haben ihn schon bestellt.
Weltpremiere von Daimlers Elektrobus. Berlin und Hamburg haben ihn schon bestellt.

© dpa/Andreas Arnold

Mainz. Daimler setzt bei seinen Elektrobus-Plänen auf schnelle Fortschritte in der Batterietechnik – und auf die Brennstoffzelle. Mit einer Kombination aus beidem werde es in einigen Jahren gelingen, herkömmliche Stadtbusse mit Verbrennungsmotor nahezu vollständig zu ersetzen, betonte der Konzern am Dienstag bei der Präsentation des neuen eCitaro in Mainz. Das ist der erste komplett batteriebetriebene Stadtbus von Mercedes-Benz, der Ende des Jahres im Werk in Mannheim in Serie gehen soll.

Zum Einstieg soll der eCitaro laut Daimler auch unter ungünstigen Bedingungen rund 150 Kilometer schaffen, ohne dass er zwischendurch aufgeladen werden muss. Für alle Einsatzzwecke eignet sich der eCitaro zumindest in der ersten Generation allerdings noch nicht. Gemessen an den Anforderungen, die Verkehrsbetriebe an ihre Busse stellen, lassen sich etwa 30 Prozent aller Einsätze damit ohne Zwischenladung abdecken – vor allem kleinere Teilnetze. Schritt für Schritt will Daimler diesen Wert in den kommenden Jahren steigern. Einen Sprung auf 50 Prozent sollen Verbesserungen der derzeit genutzten Lithium-Ionen-Technologie bringen. Mit einem Umstieg auf sogenannte Feststoff-Batterien könnte sich der eCitaro dann für 70 Prozent der für Stadtbusse möglichen Einsätze eignen, rechnete Daimler vor. Das letzte Stück zu annähernd 100 Prozent soll dann eine zusätzlich eingebaute Brennstoffzelle bringen, die ebenfalls Strom erzeugt und damit die Reichweite erhöht.

Elektrobusse gelten als wichtiger Baustein im Kampf für bessere Luft in den deutschen Städten. Vor allem von Kommunen gab es deshalb immer wieder Kritik, dass die großen heimischen Hersteller noch nicht so weit sind. Daimler will nun Ende des Jahres mit der Serienfertigung beginnen. Die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH wird der erste Kunde sein. Auch Hamburg und Berlin haben schon Busse bestellt. Konkurrent MAN hat für die IAA im Herbst einen Prototyp seines Stadtbusses Lion’s City E angekündigt.

Als größtes Problem bei Elektrobussen gilt nicht das Fahren an sich, sondern die Klimatisierung des Innenraums: Heizung im Winter, Kühlung im Sommer, dazu das ständige Auf und Zu der Türen. Hier habe man es geschafft, den Energiebedarf im Vergleich zu einem mit Verbrennungsmotor angetriebenen Citaro-Bus um 40 Prozent zu senken, betonte Daimler. (dpa)

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