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Montag, 20.08.2018

Copitzer Reserven ziehen nach

Von Jens Jahn

Der Copitzer Sebastian Felder (re.) im Duell mit Marco Niebylski vom TSV Reinhardtsgrimma. Der VfL II gewann mit 4:2. Foto: Andreas Weihs
Der Copitzer Sebastian Felder (re.) im Duell mit Marco Niebylski vom TSV Reinhardtsgrimma. Der VfL II gewann mit 4:2. Foto: Andreas Weihs

© Andreas Weihs

Die erste Runde des Fußball-Kreispokals brachte Kandersiege von Favoritenteams, aber auch Überraschungen. Während die Kreisoberligisten LSV Gorknitz und SG Schönfeld ihre Auswärtsfahrten zweistellig beendeten, mussten Traktor Reinhardtsdorf und FSV Dippoldiswalde die Segel streichen.

Der LSV Gorknitz schoss sich mit einem 10:0 (7:0) bei Chemie Dohna II für die neue Saison ein. Nick Freudenberg (8., 39., 61.) und Martin Dienelt (35., 38., 90.) trafen jeweils dreifach. Ronny Rädisch (22., 40.) sowie Viton Memetaj (26., 58.), Neuzugang von Motor Freital, trafen doppelt. Neben Memetaj kamen auch die Zugänge Steffen Richter, Torwart Nick Gersten (beide vom Heidenauer SV) und Mario Vieweg vom SV Wesenitztal zu ihrem Pflichtspieldebüt. „Natürlich wollen wir das Ergebnis nicht überbewerten, aber die Jungs haben ihre Hausaufgaben ordentlich erledigt. Wir haben auf dem großen Platz in Dohna gespielt. Das war eine Generalprobe, da wir am kommenden ersten Spieltag der Kreisoberliga beim SSV Neustadt ja auch auf einem größeren Geläuf antreten werden“, sagte Gorknitz-Trainer Andreas Freudenberg. Nach dem 9:0 durch Trainer-Filius Nick sollte unbedingt der zehnte Treffer her. Doch zweimal verhinderte die Querlatte das zweistellige Resultat, dann verschoss der 17-jährige Debütant Tim Müller einen Strafstoß. Er kommt aus dem eigenen Nachwuchs und darf mit einer Sondergenehmigung schon bei den Männern spielen. Dienelt markierte schließlich in der letzten Spielminute Tor Nummer zehn. Noch ein Tor mehr erzielte die SG Schönfeld mit dem 11:1 (3:0) bei Stahl Altenberg. Constantin Porstmann gelang in Halbzeit eins ein Hattrick (23., 27., 36.). Auch der aus Hartmannsdorf gekommene Andreas Püschner traf dreimal (56., 64., 88.). Robin Schmidt (51., 85.), Jens Kittel (59.), Marcel Wolf (71.) und Christopher Lomanto (84.) besorgten den Rest des Schützenfestes.

VfL-Geschäftsführer trifft ins Tor

Die Reinhardtsdorfer unterlagen bei der SpG Lohmen/Wehlen mit 0:1 (0:1). Lukas Höhne erzielte in der 18. Minute das Siegtor für den Außenseiter. Die Traktor-Elf plagten akute personelle Probleme. Nur elf Akteure standen auf dem Spielformular, mit Christoph Schumann stand ein etatmäßiger Feldspieler zwischen den Pfosten. Wenige Minuten vor dem Abpfiff sah Lars Schmittner auch noch die Ampelkarte. Auch Dippoldiswalde hat sich frühzeitig aus dem Pokalwettbewerb verabschiedet. Bei der dritten Mannschaft des VfL Pirna-Copitz gab es eine 0:1 (0:0)-Pleite. Ausgerechnet der Copitzer Geschäftsführer Oliver Herber schoss die Elf aus der Kreisliga B in die nächste Runde (69.).

Die zweite Garnitur des VfL ist noch im Rennen. Beim TSV Reinhardtsgrimma hieß es am Ende 4:2 (2:0). Florian Göpfert (30., 82.), Leon Kretschmer (31.) sowie Leon Clemens (71.) trafen für den Landesklasse-Aufsteiger. Jörg Richter (55.) und Kevin Fischer (75.) hielten die tapfer kämpfenden Hausherren im Rennen. „Es war das erwartet schwere Spiel. Der Gegner hat sehr erfahrene Spieler in seinen Reihen, spielt einen geradlinigen robusten Ball“, erklärte Copitz II-Coach Holger Weinhold. Der 53-Jährige fühlt sich allerdings in diesem Kreispokal nicht richtig wohl: „Das hat nichts mit Überheblichkeit zu tun. Aber das wir als Landesklasse-Aufsteiger im Kreispokal antreten müssen, finde ich nicht schön. Da wird wohl so mancher Trainer mit dem Kopf schütteln und es irgendwie unfair empfinden. Das kann ich nachvollziehen.“