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Samstag, 10.11.2018

Busbahnhof hat endlich wieder einen Abfahrtsmonitor

Von Ina Förster

Alexander Maschke vom Kamenzer Büdchen freut sich über den neuen Abfahrtsmonitor, der den Busreisenden zugutekommt. Vor allem im Winter werden die sich sicherlich über den Service in der warmen Wartehalle freuen.Foto: Matthias Schumann
Alexander Maschke vom Kamenzer Büdchen freut sich über den neuen Abfahrtsmonitor, der den Busreisenden zugutekommt. Vor allem im Winter werden die sich sicherlich über den Service in der warmen Wartehalle freuen. Foto: Matthias Schumann

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Der Fortschritt zieht ein am Kamenzer Bahnhof. Lange hat es gedauert, aber nach einer Planungszeit von etwa einem Jahr hängt der nagelneue Abfahrts-Monitor für den Bus- und Bahnverkehr nebenan in der warmen Wartehalle. Starkgemacht haben sich für diesen Service der Reisenden vor allem die Betreiber des Kamenzer Büdchens, Alexander Maschke und sein Partner Mario Lorenz.

Vor sechs Jahren abgebaut

„Dies alles war aber nur in einer sehr guten Kooperation mit dem Verkehrs-Verbund Oberelbe (VVO) möglich“, betonen die beiden umtriebigen Geschäftsleute. „Die Initiative, einen Abfahrtsmonitor wieder für die Fahrgäste zur Verfügung zu stellen, kam von uns, da besonders viele Fahrgäste im Winter in der Wartehalle sitzen und keine Abfahrtszeiten der Busse im Blickfeld haben. Die vorherige Anzeige wurde bereits vor über sechs Jahren abgebaut“, so Alexander Maschke. Doch die Busreisenden erinnerten sich noch daran. Und bemängelten das Fehlen eines solchen Monitors oft. Da das Kamenzer Büdchen das Ohr an der Kundschaft und somit auch an der Masse hatte, reiften also erste Ideen.

„Die Planung dafür dauerte dann doch über ein Jahr und hat insgesamt rund 1 000 Euro gekostet“, heißt es. Doch es hat sich gelohnt. Bei den angezeigten Abfahrtszeiten handelt es sich übrigens um die Echtzeitdaten, welche vom VVO und dem jeweiligen Verkehrsunternehmen, der Regionalbus Oberlausitz GmbH, zur Verfügung gestellt werden.

Sichere Echtzeitdaten

Erstellt werden diese Echtzeitdaten durch den Einsatz des Rechnergestützten Betriebsleitsystem (RBL) im Zusammenspiel durch Ortung der Busse und dem Abgleich der Soll-Ist-Fahrpläne. So können Busreisende einen sicheren Überblick bekommen, wie Bus und Bahn wann und wo halten werden – ob pünktlich oder nicht. Vor allem im Winter wird das eine große Verbesserung darstellen. Und die Busnutzer können bis kurz vorher in der warmen Wartehalle verweilen. Aufgehängt wurde der Abfahrtsmonitor durch das Team des Kamenzer Büdchens in Eigenleistung. Die Programmierung der Software sowie der Hardware erfolgte ebenfalls durch die beiden Geschäftsleute. Die freilich auch immer wieder den Service für ihre Kundschaft verbessern möchten und somit auch mehr Kunden anziehen.

Alles, was der Reisende braucht

Seit Februar 2011 verkauft man von der Bockwurst über Kaffee, Süßigkeiten bis hin zur Zeitung alles, was ein Zug- oder Busreisender braucht. Seit Anfang 2013 geht außerdem der komplette Fahrschein-Service mit über die Bühne. Der VVO gab damals seine Mobilitätszentrale auf. Der Laden floriert. Und die beiden Geschäftsmänner sind guter Dinge. Auch dank immer neuer Ideen. „Ich habe noch etwas anderes Tolles in Planung für unsere Fahrgäste, aber das dauert noch ein bisschen“, macht Alexander Maschke neugierig.