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Freitag, 14.09.2018

Bunte Vielfalt erfreut zur dritten Jahreszeit

Gartenbau, Landwirtschaft und Kreativität prägen den 14. Lohsaer Herbstmarkt am Wochenende.

Von Andreas Kirschke

Bunt, vielfältig und kreativ erfreut der Lohsaer Herbstmarkt. Zu den Teilnehmern gehört erneut Holzschnitzer Lech Beben aus Nowa Sól (Polen). Er war bereits öfter dabei. Das Foto zeigt ihn auf dem Herbstmarkt von 2014. Im Repertoire hat er, wie man sieht, auch Raben.
Bunt, vielfältig und kreativ erfreut der Lohsaer Herbstmarkt. Zu den Teilnehmern gehört erneut Holzschnitzer Lech Beben aus Nowa Sól (Polen). Er war bereits öfter dabei. Das Foto zeigt ihn auf dem Herbstmarkt von 2014. Im Repertoire hat er, wie man sieht, auch Raben.

© Andreas Kirschke

Lohsa. Voriges Jahr sorgten der Tag des regionalen Produkts, das Jubiläum „140 Jahre Männerchor“ und die Einweihung des Matusch-Teiches für regen Besuch beim Lohsaer Herbstmarkt. Im Mittelpunkt stand 2017 das Thema Forstwirtschaft. „Dieses Jahr sind Gartenbau und Landwirtschaft die Schwerpunkte“, sagt Gerald Tronnier (57), seit 2004 Ortsvorsteher in Lohsa.

Der Ortschaftsrat und der Heimat- und Kulturverein Lohsa e. V. laden zum Herbstmarkt gemeinsam ein. Sohn Matthias Tronnier schrieb im Vorfeld 194 Händler in ganz Sachsen, Brandenburg und Polen an. Mit 22 Zusagen rechnen die Organisatoren jetzt verbindlich zum Herbstmarkt.

Für Kreativität und detaillierte Handarbeit sorgt dabei Holzschnitzer Lech Beben aus Nowa Sól (Polen). Er nahm bereits öfter am Herbstmarkt teil. Die Agrarproduktion GmbH „Am Eichberg“ Steinitz stellt zwei ihrer Traktoren vor. Ebenfalls mit einem Traktor kommt die BayWa AG aus Panschwitz-Kuckau. Beide Betriebe erläutern ihre Tätigkeitsfelder und Ziele. „Wir binden auch Lohsaer Gartensparten mit ein“, sagt Gerald Tronnier. Mit Obst, Gemüse, Marmelade und Eingekochtem stellt sich die Gartensparte „Am Sportplatz“ vor. Die Gartensparte „Am Ziegelteich“ öffnet ihr Pumpenhaus; zeigt die Wasserversorgung früher und heute. Mit einem Stand ist auch der Territorialverband der Gartenfreunde des Landkreises Bautzen e. V. vor Ort.

Obst und Gemüse aus der eigenen Ernte werden von den Vereinsmitgliedern gleichfalls mitgebracht. „Seit Langem ist wieder eine Baumschule beim Herbstmarkt dabei“, freut sich Gerald Tronnier. „Es ist die Dubrauer Baumschule. Sie verkauft Obst, Rosen, Blühgehölze, Koniferen, Stauden.“ Seit Jahren unterstützt den Herbstmarkt auch der Rassekaninchenzuchtverein S 144 Groß Särchen e. V. „Auch er ist wieder mit einem Stand dabei“, sagt Gerald Tronnier dankbar. „Mit teilnehmen werden zudem die Zooschule Hoyerswerda, die Straußenfarm Lohsa, Töpfer und Imker, ebenso die Jakubzburg Mortka mit einem Stand.“

Heute geht’s an die Erbsensuppe

Am heutigen Freitagmittag treffen sich die Frauen vom Heimat- und Kulturverein zum Vorbereiten der Erbsensuppe. Sie schälen fleißig Kartoffeln und schneiden Gemüse und Fleisch zurecht. 400(!) Portionen Erbsensuppe „Zamperer Art“ für den Herbstmarkt sollen gekocht werden. Die Vereinsmitglieder sorgen auch für den Auf- und Abbau des Festzeltes. Sie kümmern sich um die Dekoration. Sie betreuen den Bratwurst-Stand und die Gulasch-Kanone. Am Sonnabend-Nachmittag verkaufen sie Kaffee und selbst gebackene Kuchen. „Unser Personal und unsere Kräfte sind begrenzt“, sagt der Ortsvorsteher, der zugleich mit zum Heimat- und Kulturverein gehört. „Wir freuen uns über tatkräftige Unterstützung. Jede helfende Hand entlastet uns beim Herbstmarkt.“

Zum dritten Mal (nach 2012 und 2013) nimmt Lohsa darüber hinaus teil am Städtewettbewerb von enviaM und Mitgas. Von 12 bis 18 Uhr heißt es am Sonnabend, dem 15. September, kräftig in die Pedale treten. „Das Wettbewerbs-Fahrrad sollte nicht stillstehen. Für jeden geradelten Kilometer erhalten wir einen Obolus“, erläutert der Ortsvorsteher. Die Konkurrenz ist stark. Immerhin nehmen 24 Städte und Gemeinden am Wettbewerb teil. Der Sieger, dessen Gemeinde die größte Kilometerzahl erradelt hat, erhält garantiert 8 000 Euro, der Zweitplatzierte 6 000 Euro, der Drittplatzierte 4 000 Euro, der Viertplatzierte 3 000 Euro, der Fünftplatzierte 2 500 Euro. Für den sechsten bis 24. Platz gibt es dann besagtes „Kilometergeld“; immerhin pro Kilometer noch vier Euro. Die drei Ortsvorsteher Gerald Tronnier (Lohsa), Jens Kieschnick (Groß Särchen / Koblenz) und Tino Starost (Litschen / Friedersdorf) regten für die Verwendung eines möglichen Preisgeldes schon Projekte an: In Lohsa soll der Festplatz (Platz für das Hexenbrennen) mit Maibaum-Halterung, Pflanzungen, Sitzbänken und Spielplatz aufgewertet werden. In Groß Särchen soll am Abenteuer-Spielplatz ein Sitzpavillon entstehen. In Litschen soll der dort ansässige Verein Hundeclub Lohsa e. V. Spielgeräte erhalten. „Welchem Projekt am Ende das Geld zugutekommt, entscheiden vor Ort die Teilnehmer beim Radeln und die Zuschauer durch ihre Stimmabgabe“, erläutert Gerald Tronnier.

Sonntag folgt auf den Herbstmarkt das Kinderfest im Park. Dabei bringen sich Vereine ein – nicht nur die aus der „Kerngemeinde“, sondern auch aus den Lohsaer Ortsteilen. Die Steinitzer Jugend stellt beispielsweise eine Hüpfburg bereit. Der Litschener Zamperverein betreut die Station „Hau den Lukas“. Der Heimat- und Kulturverein Lohsa sorgt für Spiel und Spaß am Glücksrad und auf einer Hüpfburg. Bereitstehen soll eine Zuckerwatte-Maschine. „Unterstützen wollen uns die Feuerwehren“, sagt der Lohsaer Ortsvorsteher. „Dafür sind wir dankbar. Ähnlich wie mit dem Herbstmarkt wollen wir mit dem Kinderfest unseren Park aufwerten.“

Kuchen-Gaben sehr willkommen

Unterstützung ist willkommen für den Kuchenbasar. Einwohner können selbst gebackene Kuchen im Vereinsraum des Heimat- und Kulturvereins (gegenüber Eingang Sporthalle) am 14. September (Freitag / heute) ab 14 Uhr und 15. September (Sonnabend) ab 9 Uhr abgeben.