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Montag, 08.10.2018

Budissa scheitert an Lok Leipzig

Die Messestädter gewinnen nach sieben Spielen ohne Sieg ausgerechnet in Bautzen. Der BFV verliert in Babelsberg.

Von Jürgen Schwarz

Der Bautzener Tony Schmidt (links vorn) versucht sich in dieser Szene mit einem Schuss von der Strafraumgrenze, scheitert jedoch an der dichten Leipziger Abwehr.
Der Bautzener Tony Schmidt (links vorn) versucht sich in dieser Szene mit einem Schuss von der Strafraumgrenze, scheitert jedoch an der dichten Leipziger Abwehr.

© Torsten Zettl

Fußball-Regionalliga. Selbst Maik Salewski konnte lachen, obwohl er an seiner alten Wirkungsstelle sicher gern ein paar Minuten mehr gespielt hätte. Doch am Ende strahlte er mit seinen Kollegen vom 1. FC Lok Leipzig um die Wette, denn die Messestädter beendeten in Bautzen ihre Sieglosserie von sieben Spielen. Vor 706 Zuschauern im Stadion Müllerwiese kassierten die Budissen beim 0:2 (0:1) die zweite Heimniederlage in dieser Saison.

Nicht nur für Trainer Torsten Gütschow, der von Schiedsrichter Pascal Wien (Schildau) kurz vor Schluss auf die Tribüne geschickt wurde, eine große Enttäuschung: „Wir konnten nicht annähernd an die Leistung vom 1:0-Sieg bei Altglienicke wenige Tage zuvor anknüpfen.“ Die Leipziger feierten ohne Zweifel einen verdienten Erfolg. Ex-Profi Nicky Adler (35.) mit seinem ersten Saisontor und Ryan Patrick Malone (64.) waren jeweils nach Standards mit dem Kopf zur Stelle.

Erster Dreier für neuen Lok-Coach


„Wir wussten, dass Budissa tief steht und auf Konter spielt. Wir haben das unterbunden und die Bautzener dadurch zu langen Bällen gezwungen“, freute sich Lok-Coach Björn Joppe nach dem ersten Dreier unter seine Regie. Er hatte kürzlich die Nachfolge für des beurlaubten Heiko Scholz angetreten. „Sicher hätten wir das 2:0 etwas eher machen müssen, aber am Ende haben wir die drei Zähler, die in unserer Situation sehr wichtig sind.“

Ganz anders war die Gemütslage bei Torsten Gütschow: „Uns fehlte es an Leidenschaft, wir hatten keinen Mumm in den Aktionen und die entscheidenden Zweikämpfe haben wir verloren. So kann man in dieser Liga nicht bestehen. Alle wissen, dass wir das besser können. Wir werden das Spiel gründlich auswerten und uns professionell auf das Pokalspiel am Freitagabend in Plauen vorbereiten.“

Ein Erfolgserlebnis in der dritten Runde um den Sachsenpokal wäre auch für die Bischofswerdaer, die am Sonntag beim BSC Freiberg (7. Liga) zu Gast sind, wohl ziemlich wichtig. Schließlich kassierten die Schiebocker mit dem 0:1 (0:0) im Babelsberger Karl-Liebknecht-Stadion ihre dritte Punkspiel-Niederlage in Folge beziehungsweise innerhalb von acht Tagen. „Natürlich sind wir enttäuscht, dass wir mit null Punkten aus der englischen Woche gekommen sind. Trotzdem geht es weiter. Ich bin wirklich froh, dass wir in dieser starken Liga schon 14 Zähler auf dem Konto haben“, so BFV-Trainer Erik Schmidt.

Vor 1 237 Zuschauern erzielte Lionel Salla in der 57. Minute das Siegtor für die Potsdamer. In der Schlussphase ergaben sich für die Bischofswerdaer dann noch Chancen zum Ausgleich, aber Tomas Petracek konnte SVB-Torwart Gladrow nicht überwinden (84.), während der Schiebocker Kapitän Dominic Meinel nur das Außennetz traf (89.).

BFV will Krise mit Sieg beenden


„Wir haben defensiv ganz ordentlich gestanden, aber bei 85 Flanken rutscht eben auch mal eine durch“, konstatierte Meinel. „Nach vorn ist es im Moment sicher ein Tick zu wenig. Wir erarbeiten uns zu wenige Torchancen.“ Das sieht Trainer Schmidt ähnlich: „Aktuell sind wir wohl in einer kleinen Krise. Es gibt nur die Möglichkeit, diese mit einem Sieg zu beenden.“

Bautzen: Ebersbach – Weiß (80. Mietzelfeld), Patka, Hoßmang, Krahl, Ciapa, Merkel (59. Bär), Treu, Schlicht, Bönisch (75. Langr), To. Schmidt.

Bischofswerda: Birnbaum - Rülicke, Meinel, Heppner, Cermak, Maresch (65. Zille, Kötzsch (80. Hagemann), Klotke, Sonntag, Grellmann, Graf (69. Petracek).