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Montag, 02.07.2018

BSG Stahl bleibt der Zuschauer-Krösus

Von Jürgen Schwarz

Auch auswärts, wie hier im Radebeuler Weinbergstadion, wurden die Riesaer Landesliga-Fußball immer von Stahl-Anhängern begleitet. Foto: Ronny Belitz
Auch auswärts, wie hier im Radebeuler Weinbergstadion, wurden die Riesaer Landesliga-Fußball immer von Stahl-Anhängern begleitet. Foto: Ronny Belitz

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Riesa. Die Saison 2017/18 in der Fußball-Landesliga ist beendet und wieder musste ein Zuschauerrückgang festgestellt werden. Im Schnitt kamen 137 Zuschauer, im Jahr zuvor waren es noch 146. Der Zuschauer-Krösus war erneut die BSG Stahl Riesa mit 299 Zahlenden pro Heimspiel. Die beiden Derbys gegen den Neuling Großenhainer FV waren mit insgesamt 1 525 Zuschauern die mit Abstand bestbesuchten Punktspiele der abgelaufenen Serie.

Meister wurde der VfL Hohenstein-Ernstthal mit 59 Punkten, gefolgt vom Großenhainer FV 1990 (50) und dem FC Grimma (49), der in der kommenden Saison vom ehemaligen Dynamo-Profi Alexander Kunert trainiert wird. Der FV Eintracht Niesky, das auswärtsstärkste Team der Liga, wurde in der Endabrechnung Fünfter. Niesky holte 26 seiner 46 Zähler auf gegnerischen Plätzen. Auf den Rängen sieben bis neun kamen die BSG Stahl Riesa (39), der VfL Pirna-Copitz (37) und Aufsteiger Radebeuler BC (36) ein. Absteigen müssen der VFC Plauen II, der Reichenbacher FC, der SV Lipsia Eutritzsch und der VfB Zwenkau. Die Vogtländer hatten ihre Reserve bereits in der Winterpause zurückgezogen und wurden durch das Sportgericht des Sächsischen Fußball-Verbandes (SFV) mit einer Geldstrafe von 2 000 Euro belegt. Zuvor war der VFC Plauen aufgrund der Nichterfüllung des Schiedsrichter-Solls bereits mit einer Geldstrafe von 2 600 Euro belegt worden. Landesliga-Aufsteiger sind der FSV Neusalza-Spremberg, der SV Olbernhau, die SG Taucha 99 und der SV Germania Mittweida. Zudem muss Oberliga-Absteiger SV Einheit Kamenz in die sechste Liga eingegliedert werden.

Torsten Marx erzielt 23 Saisontore

Heimstärkste Mannschaft in der abgelaufenen Saison war Hohenstein-Ernstthal. Der Aufsteiger in die NOFV-Oberliga blieb daheim ungeschlagen (elf Siege, drei Remis). Der spielstarke Vizemeister aus Großenhain, der auch einen Trainerwechsel verkündet (Thomas Kupper für Andreas Jachmann), holte zu Hause und auswärts jeweils 25 Zähler und stellte mit Torsten Marx den zweitbesten Liga-Torschützen. Marx traf 23 Mal ins Schwarze und wurde nur von Florian Mielke (Rapid Chemnitz/27), der zum VfB Auerbach wechselt, übertroffen. Der Riesaer Paul Kiontke landete mit 19 Treffern auf Rang drei. Erfolgreichster Torschütze bei Niesky war Jonathan Schneider (17), auch der Großenhainer Clemens Krüger „netzte“ 17 Mal ein. Bei den Copitzern, die mit Torwart Ron Wochnik, Eric Prentki und Stefan Höer drei Spieler von Oberliga-Absteiger Kamenz holen, war Marius Riedel (12) der torhungrigste Kicker. Er wechselt nun zum Landesliga-Neuling Neusalza-Spremberg. Auf die gleiche Torquote kam der Radebeuler Kapitän Benno Töppel. Die Karl-May-Städter müssen mit Willi Richter und Philip Heineccius zwei Leistungsträger zum Landesklässler Motor Wilsdruff ziehen lassen.

In der Fair-Play-Wertung hat Hohenstein-Ernstthal auch die Nase vorn, gefolgt von Eutritzsch und Radebeul. Die meisten Verwarnungen kassierte der Glauchauer Michael Groß (13), gefolgt vom Riesaer Philipp Schröter (10). Insgesamt wurden 122 Spieler gesperrt. Ältester eingesetzter Spieler war der 43 Jahre alte Reichenbacher Andreas Weber. In allen Punktspielen zum Einsatz kamen zehn Spieler, darunter Tom Weihrauch (Großenhain) und Paul Kiontke (Riesa). Den höchsten Heimsieg feierte Lößnitz gegen Riesa (7:0), den deutlichsten Auswärtserfolg Niesky in Eutritzsch (5:0).