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Samstag, 15.09.2018

Brikett-Verkauf soll beim Brunnenbau helfen

Der Traditions- und Förderverein „Glückauf Schwarze Pumpe“ unterstützt ein Vorhaben in der Schwarzkollmer Krabatmühle.

Von Mirko Kolodziej

Ein Modell zeigt den Brunnen, dessen Basis steht. Zur Finanzierung der Fertigstellung lieferte Karl-Heinz Markgraf (links) Tobias Zschieschick Zierbriketts.
Ein Modell zeigt den Brunnen, dessen Basis steht. Zur Finanzierung der Fertigstellung lieferte Karl-Heinz Markgraf (links) Tobias Zschieschick Zierbriketts.

© Mirko Kolodziej

Schwarzkollm. Aus einem Brunnen erschien bei den Aufführungen der diesjährigen Krabatfestspiele ein ums andere Mal wundersamerweise der Koraktor, das berühmte Zauberbuch. Freilich war der Brunnen nur Kulisse. Nun entsteht auf dem Erlebnishof ein permanenter Brunnen. Zwar wird er kein Wasser spenden. „Aber er wird originalgetreu nachgebaut, so, wie Brunnen in der Oberlausitz einmal ausgesehen haben“, erklärt Tobias Zschieschick, der Geschäftsführer der Krabatmühle gGmbH.

Des Brunnens wegen, dessen Basis inzwischen gemauert ist, hatte Zschieschick gestern Besuch von Karl-Heinz Markgraf vom Traditions- und Förderverein „Glückauf Schwarze Pumpe“. Er brachte eine Lieferung Zierbriketts. Sie tragen eine Prägung zum 750. Hoyerswerdaer Stadtjubiläum. Der Verein hat eine limitierte Auflage in der Brikettfabrik der Leag in Pumpe geordert – eigentlich für die Ausstellung „Ein gemeinsamer Weg – Schwarze Pumpe und Hoyerswerda-Neustadt“ im Lausitz-Center.

Ein Kontingent von hundert Stück wird nun aber der Krabatmühle für ihre Souvenir-Ecke im Jurij-Brezan-Haus zum Verkauf zur Verfügung gestellt. Der Verein hatte vom Brunnen-Projekt erfahren und wollte gern Unterstützung leisten. Die Einnahmen aus dem Brikett-Verkauf sollen dabei helfen, die Brunnenfigur aus Bronze zu finanzieren. „Wir wollen unseren Beitrag leisten und gleichzeitig auch dazu aufrufen, dass andere das Projekt ebenso unterstützen“, sagt Karl-Heinz Markgraf.

Er freut sich besonders darüber, dass die Brunnenfigur Gertrud Winzer nachempfunden sein soll. Der Sollschwitzer Künstler Harald Lukschanderl arbeitet nach einem Foto aus der Jugend der inzwischen 77-jährigen „Mutter“ der Krabatmühle. Markgraf findet, für ihr Engagement habe sie diese permanente Ehrung mehr als verdient. Sein Verein will aber zugleich auch die Käufer der Briketts auf die Krabatfestspiele im kommenden Jahr hinweisen. Die Aufführungs-Termine finden sich auf den Verpackungs-Kartonagen, die Vereinsmitglied Arnulf Losse eigens für den Verkauf in Schwarzkollm gestaltet hat.

Fünfstellige Summe benötigt

„Ich denke, im Frühjahr 2019 sollte es werden“, sagt Tobias Zschieschick, wenn man ihn danach fragt, wann denn der Brunnen fertig sein wird. Der Traditionsverein ist nicht die einzige Stütze. Der Schwarzkollmer Metallbauer Reinhard Domann zum Beispiel liefert die Metallkonstruktion für den Pumpenschwengel. Das dafür ebenfalls nötige Holz ist auch schon beschafft. Es handelt sich dabei um Lärche. Das Schwierigste, sagt der Krabatmühlen-Geschäftsführer, sei tatsächlich die Figur. Mit Modellierung, Formherstellung und Guss landet man in der Tat bei einer fünfstelligen Summe. Da ist natürlich jede finanzielle Unterstützung willkommen. Und dann muss ja auch noch die Technik beschafft werden. Denn ein Automat, wie er schon das benachbarte Mühlrad in Gang setzt, soll sorbische Lieder zum Klingen bringen. Schließlich wird die Brunnenfigur ortstypisch auch eine Tracht anhaben.