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Donnerstag, 14.06.2018

Bombe war Attrappe

Entwarnung in Hoyerswerda: Das in einer Sparkasse im Einkaufs-Center abgegebene verdächtige Päckchen erwies sich als harmlos.

Von Ralf Grunert

Der Bombenentschärfer auf dem einsamen Weg zur Arbeit.
Der Bombenentschärfer auf dem einsamen Weg zur Arbeit.

© Gernot Menzel

Hoyerswerda. Großräumig abgesperrt waren gestern für zweieinhalb Stunden das komplette Treff-8-Center und dessen Umfeld. Diese Vorsichtsmaßnahme hat die Polizei ergriffen, nachdem Bombenalarm ausgelöst worden war.

Eine männliche Person hatte kurz vor 16 Uhr die Sparkassen-Filiale betreten, ein verdächtiges Paket abgelegt und die Filiale wieder verlassen. Sparkassen-Mitarbeiter verständigten die Polizei. Die war wenig später mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften vor Ort und evakuierte das Einkaufszentrum.

Der Absperrradius wurde erweitert und erstreckte sich über den Lipezker Platz bis zur Grollmußstraße. Rettungsfahrzeuge und Feuerwehren standen auf dem Platz in Bereitschaft. In der Zwischenzeit war das USBV-Kommando des Landeskriminalamtes nach Hoyerswerda beordert worden. USBV steht für Unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen, wie Pressesprecher Torsten Jahn von der Polizeidirektion Görlitz wissen ließ.

Auch er war nach Hoyerswerda geschickt worden. Kurz vor 18 Uhr bekam ein USBV-Beamter einen Spezialanzug für Bombenentschärfer angelegt. 18.10 Uhr betrat er die Sparkassen-Filiale. Vier Minuten später trat er wieder ins Freie. Nach kurzer Besprechung mit seinen Kollegen begab sich der Spezialist um 18.22 Uhr erneut in die Filiale. Nach fünf Minuten war er zurück am Einsatzfahrzeug, wo ihm Helm und Anzug abgenommen wurden.

Ein weiterer Beamter ohne Schutzkleidung trug wenig später aus der Filiale einen Gegenstand heraus, der aus der Ferne einer größeren Aktentasche ähnelte. Kurz nach 18.30 Uhr gab es Entwarnung. Was das verdächtige Paket enthalten hat, darüber gab es gestern noch keine Auskunft. Während die weiträumige Absperrung aufgehoben und die Grollmußstraße wieder freigegeben wurde, blieb der unmittelbare Tatortbereich weiter abgesperrt, bis die Kriminaltechniker ihre Arbeit beendet hatten. Dafür läuft die Fahndung nach dem mutmaßlichen Täter auf Hochtouren.