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Sonntag, 22.04.2018

Bischofswerdaer Sieg in Assen

Luca Grünwald fährt vom sechsten Startplatz ganz nach vorn. Auch Jähnig und Kappler holen sich WM-Punkte.

Von Christian Kluge

Nach seinem Sturz in Aragon vor einer Woche behielt der Bischofswerdaer Jan-Ole Jähnig (vorn) diesmal den Überblick und holte die ersten WM-Punkte.
Nach seinem Sturz in Aragon vor einer Woche behielt der Bischofswerdaer Jan-Ole Jähnig (vorn) diesmal den Überblick und holte die ersten WM-Punkte.

© Mara Paulicek

Motorrad-Weltmeisterschaft. Gleich im zweiten der insgesamt acht WM-Rennen in der Supersport 300-Klasse hat das Bischofswerdaer Freudenberg-Team den ersten Saisonsieg eingefahren. In einem von zahlreichen Stürzen geprägten Finale behielt der 23-jährige Luca Grünwald auf seinem KTM-Renner die Ruhe und holte sich 25 Punkte für Platz eins. In der Gesamtwertung rückte der Waldkraiburger mit 32 Zählern bis auf vier Punkte an den Niederländer Scott Deroue heran, der auf seiner Heimstrecke Assen Dritter wurde.

Dessen Landsmann Koen Meuffels, der nach seinem Sieg im spanischen Aragon die Führung übernommen hatte, gehörte auch zu den Piloten, die in der hektischen und spannenden Schlussrunde stürzten. Bis dahin hatte die Spitzengruppe noch aus acht Fahrern bestanden.

Grünwald stand nach der Qualifikation am Sonnabend zunächst auf Startplatz sechs, während seine Bischofswerdaer Teamkollegen Maximilian Kappler (18.) und Jan-Ole Jähnig (20.) im Mittelfeld landeten. Doch auch Jähnig holte nach seinem Ausfall in Aragon als Achter die ersten acht Zähler, während Kappler als Zwölfter erneut in die Punkteränge fuhr.

Eine Klasseleistung im Feld der Männer lieferte in Assen die Spanierin Ana Carrasco ab, die nach dem Start die Führung übernahm und am Ende mit nur einer halben Sekunde Rückstand auf Grünwald Vierte wurde. Nächste Station in der Supersport 300-WM ist das italienische Imola. Hier geht es am 13. Mai um Punkte.

Das Freudenberg-Team hat mit der Kooperation mit KTM offenbar auf den richtigen Hersteller gesetzt, denn auch diesmal fuhren die Kawasaki- und Yamaha-Piloten hinterher. Teamchef Carsten Freudenberg freute sich natürlich riesig und sagte: „Es ist unglaublich, dass wir bereits im zweiten Rennen diesen Erfolg einfahren konnten. Mit diesem neuen Projekt, in dieser hart umkämpften Klasse, so früh so erfolgreich zu sein, ist schier der Wahnsinn. Ich bin so stolz auf die Piloten und die Crew.“