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Montag, 17.09.2018

Bienen stechen wieder zu

Der HC Rödertal gewinnt sein erstes Saison-Heimspiel gegen Werder Bremen mit 30:28.

Von Florian Triebel

Es darf gejubelt werden, denn die Frauen des HC Rödertal sind mit zwei Siegen in die Saison 2018/19 gestartet. Foto:
Es darf gejubelt werden, denn die Frauen des HC Rödertal sind mit zwei Siegen in die Saison 2018/19 gestartet. Foto:

© Henry Lauke

Handball, 2. Bundesliga. Der HC Rödertal hat sein erstes Heimspiel gegen den SV Werder Bremen mit 30:28 (14:13) gewonnen. 428 Zuschauer sorgten in der Sporthalle am Schulzentrum in Großröhrsdorf für eine großartige Stimmung und erlebten ein spannendes Spiel mit zwei Teams auf Augenhöhe.

Die Anfangsphase der Partie gehörte den Gästen aus Bremen, die sich nach gut sechs Minuten bereits einen Vorsprung von drei Toren (4:1) erarbeitet hatten. Die Mannschaft des ehemaligen Bienen-Trainers Maximilian Busch beeindruckte die Gastgeberinnen, die zunächst nervös agierten und nur schwer in die Partie fanden. Zwar stellten die Bienen in der neunten Minute den Anschluss durch Meret Ossenkopp (sechs Tore) und Brigita Ivanauskaite (neun), die erneut beste Torschützin auf dem Feld, her (3:4), leisteten sich aber zu viele Fehler vor dem gegnerischen Tor. Ein ums andere Mal hielt Torfrau Ann Rammer mit starken Paraden ihre Mannschaft im Spiel. So gelang es den Nordlichtern nie, sich auf mehr als zwei Tore abzusetzen.

Es wurde die erwartet enge Partie. Beide Trainer hatten ihre Mannschaft sehr gut auf den Gegner eingestellt. Dem HC Rödertal gelang es nun immer besser, das gefürchtete Tempospiel der Bremerinnen durch gutes Rückzugsverhalten zu unterbinden. Mit zunehmender Spieldauer fanden die Gastgeberinnen besser in die Partie, agierten vor dem gegnerischen Tor sicherer und gingen in der 25. Minute erstmals mit 10:9 durch einen verwandelten Strafwurf von Egle Alesiunaite (6/5 Tore) in Führung. Doch auch die Mannschaft von Frank Mühlner konnte sich in der Folge nicht auf mehr als zwei Tore absetzen. Allerdings schafften es die Bienen, ihren knappen Vorsprung (14:13) bis zur Halbzeitpause zu verteidigen.

Auch in der zweiten Hälfte schenkten sich die Teams nichts. Der HCR konnte den knappen Vorsprung nicht halten und musste in der 35. Minute den Ausgleich (17:17) hinnehmen. Den Rödertalbienen fehlte in dieser Spielphase auch das nötige Glück – beide Außen trafen nur die Latte und den Pfosten. In der 41. Minute erzielte Bremen das 20:19, die Partie droht zu kippen. Doch die Bienen brachen nicht ein, sondern glaubten weiter an ihre eigene Stärke. Mit einem 4:0-Lauf setzten sie sich erstmals in diesem Spiel mit drei Toren (23:20) ab. Doch auch der SV Werder Bremen steckte nicht auf und kämpfte sich bis zur 48. Minute wieder auf 23:24 heran. Die Zuschauer trieben die Rödertalbienen unermüdlich nach vorn.

Gäste kommen bis auf ein Tor heran

Bis zur 53. Minute war der alte Abstand wieder hergestellt (26:23). In den Schlussminuten wurde es allerdings noch einmal eng. Die Gäste verkürzten den Rückstand auf ein Tor (28:29 nach 58 Minuten). Bremen setzte alles auf eine Karte und versuchte mit einer offensiven Abwehr den Ball zu gewinnen, um noch das Unentschieden erzielen zu können. Ossenkopp war jedoch im Rücken der Abwehr völlig frei und setzte mit dem Tor zum 30:28-Endstand den Schlusspunkt.

„Am Ende geht es nur um zwei Punkte“, hatte Bremen-Trainer Busch vor dem Anpfiff der Partie gesagt. Nach der Partie musste er sich damit abfinden, dass die Zähler im Rödertal bleiben. Nach zwei Siegen in den ersten beiden Spielen müssen die Bienen nächste Woche bei den Spreefüxxen in der Hauptstadt bestehen.

HCR-Trainer Frank Mühlner: „Es war heute ein super Fight von beiden Mannschaften. Wir hatten sicherlich das Glück auf unserer Seite, aber auch das muss man sich hart erarbeiten. Ich möchte keine Spielerin hervorheben, weil ich auf alle meine Mädels stolz bin. Mich freut, dass auch die jungen Spielerinnen viel Mut bewiesen haben und immer wieder in die sich bietenden Lücken gestoßen sind. Die harte Vorbereitung macht sich offensichtlich bezahlt. Wir sind offensichtlich in der Lage, über 60 Minuten lang den Kampf anzunehmen.“

HCR mit: Ann Rammer, Yuko Minami, Brigita Ivanauskaite (9), Egle Alesiunaite (6/5), Meret Ossenkopp (6), Lisa Loehnig (5), Kamila Szeczina (2), Tammy Kreibich (2), Jessica Jander, Rabea Pollakowski, Thilde Boesen, Victoria Hasselbusch, Jasmin Eckart (nicht eingesetzt).