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Montag, 13.08.2018

Besucher strömen in den Tierpark

Das Fest am Sonntag in der Zittauer Weinau ist sehr gut angenommen worden – trotz Hitze. Auch sonst kommt die Einrichtung mit der Trockenheit zurecht.

Von Jan Lange

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Beliebt bei Groß und Klein ist es, beim Tierparkfest ein paar Runden mit dem Quad durch den Tierpark Zittau zu drehen. Fotos: M. Weber
Beliebt bei Groß und Klein ist es, beim Tierparkfest ein paar Runden mit dem Quad durch den Tierpark Zittau zu drehen. Fotos: M. Weber

© Matthias Weber

Ara Lora bekommt von den Tierpflegerinnen des Zittauer Tierparks eine Wasserdusche.
Ara Lora bekommt von den Tierpflegerinnen des Zittauer Tierparks eine Wasserdusche.

© Bernd Großer

Anthony hat sich eine knifflige Aufgabe am Stand von iQLandia aus Liberec ausgesucht.
Anthony hat sich eine knifflige Aufgabe am Stand von iQLandia aus Liberec ausgesucht.

© Matthias Weber

Diese Damen vom Liberecer Zoo hatten die Besucher eingeladen, mit ihnen eine Blume zu filzen.
Diese Damen vom Liberecer Zoo hatten die Besucher eingeladen, mit ihnen eine Blume zu filzen.

© Matthias Weber

Zittau. Auch wenn das Thermometer am Sonntag fast 30 Grad anzeigte, dem Sommerfest im Tierpark hat die Hitze nicht geschadet. Die Besucher strömten in Massen in die Weinau. Kurz nach dem Mittag sind die Parkflächen rund um den Tierpark alle belegt gewesen. Die Schlange an der Kasse wollte gar nicht mehr abreißen. Selbst um vier standen die Besucher noch am Eingang an. Auch drinnen war großes Bedrängnis, ob an der Kräuterküche, beim Quad fahren, am Stand von iQ Landia oder dem Pavillon der Tierparkfreunde. Der Förderverein startete seine Spendenaktion für ein neues Uhu-Gehege. Und konnte nach Aussage von Vereinschefin Antje Würfel bereits mehr als 200 Euro einsammeln.

Die Sorge von Bernd Großer ist also unberechtigt gewesen. Der Tierpark-Direktor hatte gebangt, wenn es sehr heiß werden würde, dass nur wenige Besucher zum Fest kommen. Stattdessen kann er erneut sehr gute Besucherzahlen vermelden. Überhaupt habe es in den vergangenen heißen Monaten keinen Besucherabbruch gegeben, erklärt Großer. „Trotz der Hitze sind nicht weniger Gäste gekommen als sonst“, sagt er und fügt hinzu, dass seine Einrichtung bis Ende Juni sogar mehr Besucher hatte als zum gleichen Zeitpunkt 2017.

Sorgen macht sich Bernd Großer wegen der langanhaltenden Trockenheit und Hitze dennoch. Seit Wochen bekommen die Tiere kein Grünfutter. Es sei einfach keines nachgewachsen. Als Ersatz wird ihnen Heu und Stroh gereicht. Das mache den Tieren zwar nichts aus, erklärt Großer, aber frisches Gras ist doch etwas nahrhafter.

Während das Gras überall auf dem Gelände wächst und der Tierpark so kostengünstig natürliche Ressourcen nutzen kann, müssen Heu und Stroh gekauft werden. Für jeden Heuballen muss der Tierpark momentan etwas mehr bezahlen. Die Nachfrage ist eben groß. „Zum Glück haben wir keine Lieferanten, die die Situation ausnutzen und die Preise explodieren lassen“, sagt der Tierpark-Direktor. So können die Mehrkosten noch gestemmt werden. Sollte es weiter trocken und heiß bleiben, könnte es schon kritisch werden.

Denn nicht nur bei Heu und Stroh muss die Einrichtung draufzahlen. Auch der Wasserverbrauch ist angestiegen. Normalerweise werden die Tiere einmal am Tag mit frischem Wasser versorgt. In der jetzigen Situation bekommen sie täglich dreimal Wasser, so Großer. Außerdem wird der eine oder andere Bewohner regelmäßig mit Wasser abgespritzt. Auch Ara Lora freut sich über die gelegentlichen Duschen. Sie sind wichtig für die tägliche Federpflege und das Wohlbefinden. „Bislang haben alle Tiere die enorme Hitze gut weggesteckt“, sagt Großer. Das gilt auch für die Pinguine, deren Becken kürzlich erneuert wurde. Es wurde neu beschichtet und erhielt zudem eine neue Filteranlage. Durch die größere Filteranlage habe das Wasser eine stetig gute Qualität, sagt der Tierpark-Direktor. Bei allzu großer Hitze halten sich die Pinguine aber trotzdem lieber in ihrem schattigen Häuschen auf, als durchs Wasserbecken zu schwimmen. Auch die Jüngsten gehen mit ihren Eltern bereits seit einigen Wochen ins Wasserbecken. Im zeitigen Frühjahr haben gleich drei Jungtiere das Licht der Welt erblickt. „Es sind drei Weibchen“, erklärt Bernd Großer.

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