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Donnerstag, 09.08.2018

Besser nachts als nie

Von Tino Meyer

Schon die Nachtlauf-Premiere 2010 war mit 1500 Läufern ein Erfolg. Inzwischen hat sich die Teilnehmerzahl verdreifacht. Foto: Thomas Lehmann
Schon die Nachtlauf-Premiere 2010 war mit 1 500 Läufern ein Erfolg. Inzwischen hat sich die Teilnehmerzahl verdreifacht. Foto: Thomas Lehmann

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Selten hat ein Rennen wohl so gut in die Zeit gepasst wie der Centrum Galerie Dresdner Nachtlauf. Bei Temperaturen von 30 Grad Celsius und mehr kann man guten Gewissens schließlich nur am Morgen laufen oder eben in den Sonnenuntergang hinein. Also wie am 17. August beim Nachtlauf, den Reinhardt Schmidt frei von falscher Bescheidenheit als „die Perle der Dresdner Laufkultur“ bezeichnet.

Der Organisationschef von der Laufszene Events GmbH sieht den Nachtlauf inzwischen längst in einer Reihe mit den beiden Marathons in Dresden sowie der Team Challenge, also dem Firmenlauf mit den 20 000 Teilnehmern. Und die Zahlen sprechen tatsächlich für sich: 1 500 Läufer sind es bei der Nachtlauf-Premiere im August 2010 gewesen, 4 300 im Vorjahr. Bei der neunten Auflage könnten es nun sogar bis zu 5 000 werden – mit etwas Glück und passendem Wetter. Wobei die Temperaturen zumindest vor diesen extrem heißen August-Tagen gar kein Problem bedeuteten für Laufaktivitäten jeglicher Art, im Gegenteil. Kurze Hose an, T-Shirt, Schuhe und los... Der ungeahnt intensive Sommer seit gefühlt April spiegelte sich sofort auch in den Anmeldungen wider.

Ein Plus von bis zu 600 Läufern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat Schmidt in den vergangenen Monaten festgestellt. „Und diesen Vorsprung werden wir auch gegen die momentane Hitze verteidigen“, meint er und verweist wohlwissend auf die Prognosen der Meteorologen. Für die nächste Woche sind um die 25 Grad Celsius angekündigt. „Das ist perfektes Nachtlauf-Wetter“, sagt Schmidt.

Weitere Gründe für den erstaunlichen Zuspruch ist das zusätzlich zum 13,8-km-Hauptlauf eingeführte 5-km-Rennen sowie die Integration ins Stadtfest, das sozusagen direkt hinter der Ziellinie auf dem Altmarkt beginnt. Und dann gibt es in diesem Jahr erstmals auch die Nachtlaufserie, also die Verbindung mit den Nachtlauf-Pendants in Leipzig und Chemnitz. Die jeweiligen Finisher-Medaillen ergeben zusammen eine große Nachtlauf-Plakette.

Das überzeugendste Argument, glaubt Schmidt, ist aber ein emotionales, nämlich die Atmosphäre an und auf der Strecke, die von der Wilsdruffer Straße zum Blauen Wunder und zurück führt. Der 5-km-Lauf startet an der Saloppe. „Wir laufen in die blaue Stunde hinein, mit Lichterglanz und Fackeln auf der Strecke. Das sorgt unterwegs für eine ganz besondere Stimmung.“

Infos und Anmeldung: www.dresdner-nachtlauf.de