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Montag, 03.09.2018

Bereit für den weißen Elefanten

Von Alexander Hiller

Mitchell Paige markierte seinen 25. Touchdown – Ligaspitze. Foto: Robert Michael
Mitchell Paige markierte seinen 25. Touchdown – Ligaspitze. Foto: Robert Michael

© Robert Michael

Pflichtaufgabe locker erledigt. Die Dresden Monarchs ließen sich auch am vorletzten Spieltag der Normalrunde in der German Football League (GFL) nicht vom Erfolgskurs abbringen. Der Tabellenzweite der Nord-Staffel in der zweigleisigen 1. Liga setzte sich am Samstag beim Tabellensiebenten in Hildesheim sehr souverän mit 40:3 (27:0) durch.

Damit ist das Endspiel um den Staffelsieg am kommenden Sonntag perfekt: Die Dresdner (20:4 Punkte) treten beim punktgleichen Spitzenreiter Braunschweig an. sollte es in diesem Duell einen Verlierer geben, dürfte der auf Rang drei abrutschen und müsste dann im Play-off-Viertelfinale auswärts antreten. „Wir haben unsere Aufgabe sehr konzentriert erledigt“, äußerte sich Trainer Ulrich Däuber zufrieden über den Auftritt seines Teams in Hildesheim. „Vom ersten Spielzug an war mir klar, dass sich die Jungs nicht von ihrem Weg abbringen lassen“, lobte der 47-Jährige die Konzentration seiner Mannschaft.

Mike Schallo, der Quarterback Trenton Norvell selbst und Kicker Florian Finke machten mit ihren Touchdowns sowie Zusatzkicks und Fieldgoal (jeweils Finke) bereits zeitig alles klar. Die 17:0-Führung bauten die Gäste vor 955 Zuschauern relativ leicht und locker durch Mitchell Paige und erneut Finke per Fieldgoal aus. Brice Coquin mit Touchdown sowie Finke mit zwei weiteren erfolgreichen Versuchen schraubten das Punktekonto der Dresdner auf 40. Zwischenzeitlich hatten die Monarchs aber schon einen Gang zurückgeschaltet – auch personell.

Däuber wechselte munter durch, auch die Anschlusskader konnten reichlich Spielminuten sammeln. „Wir haben bis zu 60 Leute im Kader, bei denen in den engen Matches aber im Durchschnitt nur 30 spielen. Für die anderen Jungs war das eine Belohnung, weil sie im Training ordentlich arbeiten, und damit für ein gutes Niveau in den Trainingseinheiten sorgen“, erklärte der Cheftrainer.

Seine Mannschaft zahlte das Vertrauen mit einer hochkonzentrierten Vorstellung zurück. „Und das, obwohl wir spätestens seit letzte Woche wissen, dass dieser große weiße Elefant im Zimmer steht“, greift der Monarchs-Trainer zu einer Metapher.

Das seltene Tier steht sinnbildlich für die außerordentliche Herausforderung am kommenden Sonntag in Braunschweig. „Das wird das Topspiel an diesem Wochenende in Deutschland“, ist sich der Trainer sicher. Seine Mannschaft wird bis dahin einen ganz normalen Wochenablauf absolvieren. „Dienstag, Donnerstag und am Freitag ist Training. Wir werden nichts Neues erfinden“, sagte Däuber.

In Braunschweig kann er dann wahrscheinlich wieder auf drei Leistungsträger zählen, die in Hildesheim noch pausieren mussten. Yazan Nasser, Jonas Gacek und Hermann Schramm dürften nach ihren Blessuren wieder im Dresdner Trikot auflaufen. „Ich glaube schon, dass der Druck eindeutig mehr bei Braunschweig liegt“, schob Däuber dem elffachen deutschen Meister auch gleich die Favoritenbürde zu.

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