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Montag, 27.08.2018

Bei der Generalprobe stimmt nur das Ergebnis

Von Robert Eifler

Kowegs Rückraumspieler Florian Höhne machte erneut eine gute partie. Rechts versucht EX-Mannschaftskamerad Martin Philipp, den Wurf zu blocken. Foto: H.-E.Friedrich
Kowegs Rückraumspieler Florian Höhne machte erneut eine gute partie. Rechts versucht EX-Mannschaftskamerad Martin Philipp, den Wurf zu blocken. Foto: H.-E.Friedrich

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„Ich hoffe, meine Jungs haben heute den Wink mit dem Zaunpfahl verstanden“, sagte Philipp Domko, Trainer der Sachsenliga-Handballer des SV Koweg Görlitz am Sonnabendnachmittag. „So eine Leistung wird kaum für einen Sieg in der Sachsenliga reichen“, fügte er an und verdeutlichte damit, dass der letzte Test seiner Mannschaft vor dem Ligastart alles andere als überzeugend war. Beim Verbandsligisten SSV Stahl Rietschen zeigte sich im 27:17 (14:9)-Endergebnis zwar ein Klassenunterschied, es täuscht aber gleichzeitig über die präsentierte Leistung hinweg.

Ganze 20 Minuten – als nur ein Drittel des freundschaftlichen Vergleichs in Rietschen – konnten die Koweg-Herren aus Sicht von Domko überzeugen. Da war zunächst ein Blitzstart von 4:0, bei dem der Gastgeber förmlich überrannt wurde. Ein 6:1 steigerte die Führung noch einmal. Doch dann sackte das Spiel der Görlitzer etwas in sich zusammen – einhergehend mit einer erneuten Verletzung von Fabrice Türkowsky. Bei einer erfolgreichen Ballrettungsaktion stieß er so unglücklich mit einem Gegenspieler zusammen, dass zum wiederholten Male sein rechtes Fußgelenk lädiert wurde. Weiterspielen war für Türkowsky nicht möglich, ein aktives Mitwirken zum Auftaktspiel kommenden Sonntag ist so gut wie ausgeschlossen.

Die Darbietung auf dem Feld blieb in der Folgezeit durchwachsen mit nur wenigen spielerischen Highlights. „Da war viel Leerlauf dabei“, fasste Domko den Abschnitt bis weit in die zweite Halbzeit zusammen. Die Abwehr wurde zu leicht durch Kreisanspiele ausgehebelt, im Angriff wollte kaum jemand einen Zweikampf führen. Zudem erwies sich die Abschlussquote als äußerst dürftig – Mannschaftsleiter Jens Rohne zählte am Ende 28 Wurfversuche, die nicht in den Maschen endeten. Sinnbildlich dafür waren allein fünf verworfene Siebenmeter im zweiten Spielabschnitt.

Alles in allem kein Vergleich zu dem Freundschaftsspiel eine Woche zuvor gegen den Oberligisten Pirna, bei dem sich die Görlitzer wesentlich energischer präsentierten. Erst die Schlussphase entsprach dann wieder den Vorstellungen von Domko. Ausgehend von einem 20:15 konnten die Neißestädter das Niveau noch einmal steigern und schließlich ein Endergebnis in zweistelliger Differenz herstellen.

Domko: „Als positiven Fakt können wir ein besseres Gegenstoßverhalten aus dieser Partie mitnehmen. Allerdings müssen dann auch die Bälle im gegnerischen Kasten sitzen.“ Für ihn bleiben die Hoffnung und Zuversicht, dass seine Truppe am Sonntag gegen den Pokalsieger des letzten Jahres, die HSG Neudorf/Döbeln, wesentlich mehr Engagement an den Tag legt und bedeutend überzeugender auftritt, „sonst wird das nichts werden.“

Koweg: Purschke, Michel – Kvasnicka, Höhne (3), Stankevicius (6), Kosmala (2), Türkoswky (3), Rechner, Vogt, Biele (2), Tim Baugstatt (2), Tom Baugstatt (9/2), Krause

Torfolge: 0:4, 1:6, 4:7, 6:9, 7:13, 9:14, 11:16, 13:19, 15:20, 16:24, 17:27

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