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Dienstag, 11.09.2018

Bei der Bahn liegt der Fehler im System

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Berlin. Bahnkunden müssen aus Sicht des Lobbyverbands Allianz pro Schiene noch eine Weile mit Ärgernissen rechnen. „Ich sehe keine großen Verbesserungen in den nächsten ein bis zwei Jahren“, sagte Geschäftsführer Dirk Flege am Montag angesichts einer kritischen Bilanz des Konzernvorstands. „Das sind echte Systemprobleme, sehr schnell wird da nichts gehen“, meinte Flege und betonte vor allem, dass die einzelnen Geschäftsfelder des Konzerns nicht ausreichend zusammenarbeiteten. Immer mehr verspätete Züge und schwache Finanzzahlen hatten Bahnchef Richard Lutz zu einem Brandbrief an die Führungskräfte des Konzerns veranlasst. Die Bahn befindet sich demnach in einer schwierigen Lage. Lutz sprach in dem Schreiben vom Freitag von breiten und tiefen operativen Schwächen und sagte unter anderem „Ressort-Egoismen“ den Kampf an.

Flege beschrieb es am Beispiel eines falsch aufgestellten Fahrkartenautomaten. Der gehöre der Sparte DB Fernverkehr, der Bahnsteig aber DB Station und Service, die Stromversorgung am Bahnhof laufe über DB Netz und DB Energie. Jede Sparte mache ihre eigene Kostenrechnung und habe das große Ganze weniger im Blick. „So kommt es, dass der Automat in der Sonne stehen bleibt und der Fahrgast das Display nicht lesen kann.“ Der Ehrenvorsitzende von Pro Bahn, Karl-Peter Naumann, sagte: „Wir sehen diesen Brandbrief als sehr mutig an, weil er wirklich die Probleme beschreibt.“ Auch politische Rahmenbedingungen seien für die Lage verantwortlich. Ähnlich äußerten sich Allianz pro Schiene und der Verkehrsclub Deutschland. (dpa)

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Leser-Kommentare

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  1. majas

    Schlecht recherchiert, der Automat gehört DB Vertrieb, der Bahnsteig DB Station&Service. Der Strom kommt von DB Energie, die Datenleitung von DB Systel. Den Stromanschluss wartet DB Services, den Datenanschluss und den Automat DB Kommunikationstechnik. Die Gleise gehören DB Netz und das rollende Material DB Regio oder DB Fernverkehr oder einem Drittanbieter. Das ändert natürlich nichts am Sachverhalt. Die überwiegende Mehrzahl der Mitarbeiter findet das natürlich auch nicht gut.

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