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Freitag, 10.08.2018

Bau vor Pirnaischem Platz hat begonnen

Die Technologie musste geändert werden. Jetzt wird die Baugrube ohne Erschütterungen errichtet.

Von Peter Hilbert

Blick auf die Baustelle Rathenauplatz.
Blick auf die Baustelle Rathenauplatz.

© Sven Ellger

Zwischen Carolabrücke und Pirnaischem Platz prägen derzeit Baumaschinen das Bild. Die Arbeiten haben jetzt so richtig begonnen, teilt Investitionschef Torsten Seiler von der Stadtentwässerung mit. Deshalb ragt am Rathenauplatz ein großes Bohrgerät empor, das die Wände der künftigen Baugrube herstellt. Gebaut wird dort ein unterirdisches Wehr. Dadurch läuft künftig bei Starkregen kaum noch Abwasser in die Elbe über. Deshalb müssen Autos in Richtung Pirnaischer Platz seit einem Monat auf einer Umleitung über die frühere Mittelinsel fahren.

Ursprünglich war geplant, stählerne Spundbohlen in den Untergrund zu rammen und damit die Wände der Baugrube zu sichern. Gutachter hatten dieses kostengünstige Verfahren für möglich gehalten. „Doch eine Probe-Rammung hatte ergeben, dass die Erschütterungen doch zu stark sind“, erklärt Seiler. In diesem sensiblen Gebiet mitten im Zentrum soll jedoch genau das vermieden werden. „Deshalb haben wir die Technologie verändert“, sagt er. Also werden jetzt die Wände der künftigen Baugrube mit 60 Zentimeter starken Pfählen aus Stahlbeton gesichert.

Das Bohrgerät stellt zuerst das Loch her. In das kommt der runde Korb aus Bewehrungsstahl, der dann betoniert wird. Das erste Stück der neuen Wand steht. Etwa drei dieser sogenannten Bohrpfähle werden täglich eingebaut. In sechs Wochen werden die Bohrpfahl-Wände fertig sein. Dann kann die 17 Meter lange und neun Meter tiefe Baugrube ausgehoben werden.

„Auf die Bauzeit hat diese Technologie-Änderung keine Auswirkungen“, versichert Seiler. Das Abwasserbauwerk unter der Straße soll spätestens im Mai 2019 fertig sein. Dann kann der Verkehr wieder über die erneuerte Fahrbahn zum Pirnaischen Platz rollen. Bis September 2019 wird dann der Teil unter der Verkehrsinsel gebaut. Geplant ist, die Restarbeiten bis zum Frühjahr 2020 abzuschließen. Für das Großprojekt investiert die Stadtentwässerung rund 3,5 Millionen Euro.

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