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Donnerstag, 13.09.2018

Bau unter erschwerten Bedingungen

Derzeit wird die Pestalozzistraße saniert. Die Baufirma ist nicht nur mit der Fahrbahn beschäftigt.

Von Nina Schirmer

Auf der Pestalozzistraße gibt es gleich mehrere Baustellen: Die marode Stützmauer zur Gleisanlage der Lößnitzgrundbahn muss dringend erneuert werden. Außerdem ist die Route eine richtige Holperstrecke und im Untergrund brauchen Medien und Anschlüsse eine Sanierung.
Auf der Pestalozzistraße gibt es gleich mehrere Baustellen: Die marode Stützmauer zur Gleisanlage der Lößnitzgrundbahn muss dringend erneuert werden. Außerdem ist die Route eine richtige Holperstrecke und im Untergrund brauchen Medien und Anschlüsse eine Sanierung.

© Arvid Müller

Radebeul. Das rostbraune Geländer hat seine besten Tage schon länger hinter sich. Die Stützmauer darunter erst recht. Selbst Radebeuls Straßenbauverantwortliche Marlies Wernicke kann sich nicht erinnern, ob und wann an der Steinwand, welche die Gleise der Schmalspurbahn von der Pestalozzistraße trennt, jemals etwas gemacht wurde. Wahrscheinlich steht sie genau so, seit der Lößnitzdackel dort entlang tuckert.

Zwischenzeitlich bröckelten schon die Steine aus der Mauer. Eine Absturzsicherung, falls wirklich mal ein Autofahrer gegen das Geländer gefahren wäre, war auch nicht vorhanden. Glücklicherweise ist nie etwas passiert „Aber es gab dringenden Handlungsbedarf“, sagt Marlies Wernicke. Deshalb rutschte die Pestalozzistraße ganz oben auf die Sanierungsliste der Stadt . Eigentlich sollte der Ausbau der rund 230 Meter langen Strecke zwischen Schilden- und Schumannstraße schon im August starten. Der Termin musste aber verschoben werden, weil Fertigteilelemente für die Straßenstützmauer noch nicht geliefert werden konnten. Inzwischen stehe aber ein realistischer Liefertermin in Aussicht, sagt Wernicke.

Seit Anfang September ist die Straße nun gesperrt. Vor allem die Erneuerung der maroden Stützmauer zur Gleisanlage passiert unter erschwerten Bedingungen. Denn immerhin fährt die Schmalspurbahn mehrmals täglich dort vorbei. Da kommt der beauftragten Baufirma Hausdorf aus Thiendorf die Sperrpause der Lößnitzgrundbahn im November Recht. In diesen zwei Wochen ohne Zugverkehr muss dann straff an der Stützmauer gearbeitet werden. Auch die Stromversorgung für die Bahn wird erneuert. Und der Kanal, in dem die Kabel der Schmalspurbahn verlaufen, muss versetzt werden.

Parallel dazu laufen die Arbeiten im Untergrund der Straße. Die privaten Abwasseranschlussleitungen zwischen Hauptkanal und Grundstücksgrenzen werden im Auftrag der WSR saniert. Auch die Trinkwasserleitung soll zum Teil erneuert werden. Außerdem müssen in der Straße verschiedene Medien, wie die Telefonkabel umverlegt werden. Das betrifft auch die Stromversorgung für die Straßenlaternen.

Die Medienverlegung gehört zu den schwierigsten Aufgaben bei dieser Baustelle, sagt Marlies Wernicke. Leichter wird dann das, was später auch sichtbar ist. Die Fahrbahn bekommt eine neue Asphaltdecke und auf dem Gehweg wird neues Betonpflaster verlegt. Das wird nicht nur die Autofahrer freuen, die die Pestalozzistraße als Ausweichroute für die Meißner Straße nutzen. Die Route soll durch den Ausbau auch sicherer werden für die vielen Schüler, die dort täglich unterwegs sind. Vor allem zwischen den beiden Häusern des Lößnitzgymnasiums fahren viele mit dem Fahrrad hin und her. Bis Dezember soll voraussichtlich alles fertig sein.

Im letzten Jahr war bereits die Kreuzung zur Schildenstraße gesperrt. Man habe die beiden Baustellen aber bewusst nicht zeitlich zusammengelegt, sagt Marlies Wernicke. Denn so könne die Schildenstraße als wichtige Verbindungsroute nach Dresden nun unabhängig von den Bauarbeiten auf der Pestalozzistraße genutzt werden.