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Donnerstag, 13.09.2018

B 169 soll künftig östlich um Heyda herumführen

Für die Bundesstraße soll eine Ortsumgehung entstehen. Noch wird an den Plänen gefeilt.

Von Nadine Franke

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr plant eine Ortsumgehung für Heyda. Grund ist nicht nur die Lärmbelastung der Anwohner.
Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr plant eine Ortsumgehung für Heyda. Grund ist nicht nur die Lärmbelastung der Anwohner.

© Dietmar Thomas

Heyda. Die Bundesstraße 169 ist für viele Autofahrer die Verbindung zur A 14 im Norden und A 4 im Süden. Entsprechend stark befahren ist der Autobahnzubringer. Etwa drei Millionen Fahrzeuge sind pro Jahr auf der Strecke unterwegs. Das merken auch die Anwohner im Ortsteil Heyda der Stadt Waldheim. Sie beklagten sich schriftlich über den Lärm, nachdem bereits bei der Lärmkartierung des Vorjahres berechnet wurde, dass die Anwohner einem hohen Geräuschpegel ausgesetzt sind.

Mit direkten Lärmschutzmaßnahmen können die Anwohner zwar nicht rechnen, weil es nicht genügend Betroffene gibt. Doch das sächsische Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) sitzt bereits an einer Lösung. An der wird aber derzeit erst noch geplant.

Das Lärmproblem betrifft eine 800 Meter in Heyda. Aber es geht nicht nur um Lärmschutz. „Die Kreuzung in Heyda wird wegen der schweren Befahrbarkeit aus Richtung Waldheim entschärft“, sagt Isabel Siebert, Sprecherin des Lasuv. Dort müsse am Berg angefahren werden, was zu Schwierigkeiten führt. Außerdem ist die Kreuzung nicht gut einsehbar.

Ziel des künftigen Ausbaus ist es, die Defizite der Trasse auszubessern, so Siebert. Es gab nicht erst einen Unfall auf der Strecke. Die Unfallgefahr soll gesenkt werden. Die Lösung des Lasuv ist die Verlegung der B 169. Die Straße wird östlich an Heyda vorbeigeführt. „Wir haben die Verschiebung so gewählt, dass damit alle Grenzwerte für den Lärmschutz eingehalten werden“, sagt Siebert. Das wäre eine Entlastung der Anwohner. Aber das ist noch nicht alles. Es entstehen umfangreiche Wirtschaftswege, die auch von Radfahrern genutzt werden dürfen. „Auch die Entwässerung und die landschaftspflegerischen Maßnahmen nehmen einen großen Teil der Planung ein“, so Siebert.

Bisher sieht das Lasuv vor, dass sich die entstehende Trasse an den dreistreifigen Abschnitt nach der Kreuzung Littdorf in Richtung Döbeln anschließt. Der Überholstreifen soll verlängert werden. Im Anschluss folgt ein Überholverbot, damit der Fahrstreifen in Richtung Hainichen zum Überholen genutzt werden kann. Die dreispurige Bundesstraße wird dann an Heyda vorbeiverlaufen und erst dahinter wieder auf die bisherige Trasse münden. Die Staatsstraße 32 in Richtung Waldheim soll dann hinter dem Ort durch eine Kreuzung mit der Bundesstraße verbunden werden. „Die alte B 169 und die S 32 ermöglichen dann die Erschließung des Ortskerns von Heyda“, so Siebert. Das Ende der Umbaustrecke markiert die ausgebaute Kreuzung am Abzweig Ebersbach. Noch werden die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren erarbeitet, bevor es Anfang 2019 beantragt werden soll. „Derzeit kann aber keine belastbare Aussage zum Realisierungszeitraum gegeben werden“, sagt Siebert.

Die B 169 ist ein Autobahnzubringer, für den durch den Umbau nicht nur die Leistungsfähigkeit gesteigert werden soll, sondern auch die Verkehrssicherheit verbessert und die Umwelteinflüsse verringert werden. Mehrere Abschnitte wurden bereits umgebaut oder befinden sich in Arbeit. Dazu zählt die Erweiterung durch zusätzlichen Fahrstreifen südlich und nördlich von Greifendorf. Ebenso wurden die Kreuzungen „Grünes Haus“ und Littdorf sowie der Abschnitt nördlich von Döbeln ausgebaut. „Das Projekt östlich von Heyda ist ein wichtiger Lückenschluss“, so Siebert.

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