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Mittwoch, 08.08.2018

Auto kollidiert auf B178n mit Lkw

Der Ford geriet aus unbekannter Ursache in den Gegenverkehr. Ein Ausweichmanöver des Lkw rettete dem Fahrer das Leben.

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Der verunfallte Ford Focus ist im Straßengraben zum Stehen gekommen.
Der verunfallte Ford Focus ist im Straßengraben zum Stehen gekommen.

© Markus van Appeldorn

Die Trümmerteile sind auf einigen Metern verteilt.
Die Trümmerteile sind auf einigen Metern verteilt.

© Markus van Appeldorn

Bei dem Unfall hat es den Motorblock des Ford herausgerissen.
Bei dem Unfall hat es den Motorblock des Ford herausgerissen.

© Markus van Appeldorn

Oderwitz. Ein eigenartiger Duftmix liegt am Dienstagmittag über der Fahrbahn der B 178-Schnellstraße bei Oderwitz. Der Geruch von ausgelaufenem Diesel-Kraftstoff liegt in der Luft. Und der mischt sich mit dem Duft von Ginster am Straßenrand, dessen ätherische Öle die Sommerhitze gerade besonders intensiv verströmen lässt.

Gleichzeitig bietet sich ein Bild der Verwüstung. Ein Laster eines Containerdienstes steht quer zur Fahrbahn. In seiner Nähe liegen ein Rad und eine abgerissene Tür eines Pkw. In dem Aufbau des Lastwagens hat sich ein Blechseitenteil verkeilt. Und 40 Meter weiter steht ein völlig zerstörter Ford Focus im Straßengraben. Die Folgen eines Frontal-Zusammenstoßes, der sich dort am Dienstagvormittag ereignete – und einen Schwerverletzten forderte.

Es ist gegen 11.30 Uhr, als ein 58-Jähriger aus dem Landkreis Bautzen mit seinem Ford Focus Kombi auf der B 178n in Richtung Zittau unterwegs ist. Ungefähr einen Kilometer hinter der Abfahrt Ninive verengt sich die Fahrbahn für den Verkehr in Richtung Zittau wieder auf eine Fahrspur. Genau an dieser Stelle gerät der Mann mit seinem Auto aus noch unbekannter Ursache auf die Gegenspur. Die Polizei geht auch der Frage nach, ob gesundheitliche Probleme des Fahrers zu der Kollision geführt haben. Ob das mit der Sommerhitze zusammenhängt, ist derzeit nicht geklärt. In diesem Moment kommt der Lkw entgegen, an dessen Steuer ebenfalls ein 58-Jähriger saß. „Mein Fahrer hat mir geschildert, er habe noch ein Ausweichmanöver versucht“, erzählt der Junior-Chef des Containerdienstes, der am Mittag zum Unfallort geeilt ist und: „Mein Fahrer ist wohlauf, das ist das Wichtigste.“

Dieses Ausweichmanöver war es, das dem Autofahrer wahrscheinlich das Leben rettete. Denn so prallten die beiden Fahrzeuge nicht voll frontal ineinander, sondern kamen seitlich aneinander vorbei. Die Spurenlage zeigt, wie viel Aufprallwucht hier im Spiel war. Der Ford touchierte das Fahrerhaus des Lkw an der Beifahrerseite. Dabei wurden die Beifahrertür und das linke Vorderrad abgerissen. Ein Teil der abgescherten Karosserie des Fords verkeilte sich im Aufbau des Lasters. Mit völlig deformierter Beifahrer-Front rutschte das Auto die seitliche Böschung hinauf und dort etwa 30 Meter entlang. Dabei fiel der Motor des Fords aus dem Fahrzeug. Wenige Meter weiter rutschte das Wrack dann wieder hinunter in den Straßengraben.

Die Fahrerseite des Fords blieb bei dem Unfall weitgehend intakt. Kameraden der freiwilligen Feuerwehr bargen den verletzten Fahrer aus dem Wrack. Laut Aussagen von Zeugen gegenüber der SZ war der Fahrer ansprechbar und nicht lebensbedrohlich verletzt. Wegen der Bergungsarbeiten blieb die B178n zwischen den Anschlussstellen Ninive und dem Ende der Ausbaustrecke bei Oderwitz noch bis in den Nachmittag in beide Richtungen voll gesperrt.

Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf mehrere Tausend Euro. Der am Unfallort anwesende Containerdienst-Unternehmer taxierte allein den Schaden an seinem Lkw auf mehrere Zehntausend Euro. Das erst zwei Jahre alte Fahrzeug sei durch den Unfall ein Totalschaden. Zu leiden hatten unter dem Unfall auch zahlreiche Lkw-Fahrer. Sie waren noch vor der Vollsperrung in den Abschnitt eingefahren und mussten daher beidseits der Unfallstelle stundenlang mit ihren Sattelzügen in der Hitze ausharren.

Aktualisiert: 18.45 Uhr