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Sonntag, 25.02.2018

Auswärtsserie des Gegners hält

Von Andreas Reicheund Jürgen Schwarz

Der Copitzer Martin Schmidt (re.) setzt sich gegen Marc Höher von Eintracht Niesky durch. Am Ende trennten sich beide Teams mit einem Unentschieden. Damit behalten die Gäste ihre weiße Weste im gegnerischen Gefilde. Foto: Marko Förster
Der Copitzer Martin Schmidt (re.) setzt sich gegen Marc Höher von Eintracht Niesky durch. Am Ende trennten sich beide Teams mit einem Unentschieden. Damit behalten die Gäste ihre weiße Weste im gegnerischen Gefilde. Foto: Marko Förster

© Marko Förster

Der VfL Pirna-Copitz 07 ist in der Fußball-Landesliga im ersten Heimspiel der Rückrunde gegen den FV Eintracht Niesky nicht über ein 0:0 hinausgekommen. Die Gäste aus der Lausitz waren mit breiter Brust im Copitzer Willy-Tröger-Stadion angereist. An das Gefühl einer Niederlage konnte sich Spielertrainer Jiri Sisler kaum noch erinnern: „Das war irgendwann im Oktober beim 2:5 auf heimischem Rasen gegen den VfL Hohenstein-Ernstthal. Da saß aber Uwe Kuhl noch als Coach auf der Bank.“

Aus den folgenden sechs Partien stehen für die Ostsachsen drei Siege und drei Remis zu Buche. Vor allem Jonathan Schneider (9 Tore) und Bogumil Jablonski (6) zeichneten für die jüngsten Erfolge der Eintracht verantwortlich. Auswärts ist das Team von Sisler als einzige Mannschaft der Landesliga noch ungeschlagen. „Ein starker Gegner. So eine Serie muss man auch in dieser Liga erst einmal auf den Rasen zaubern“, nötigte Copitz-Trainer Nico Däbritz diesen Ergebnissen Respekt ab. Immerhin konnte der VfL-Trainer aber für sich in Anspruch nehmen, so etwas wie ein „Angstgegner“ für die Eintracht zu sein. Aus allen drei Vergleichen mit Niesky ging der VfL als Sieger vom Rasen. In der Hinrunde zeichneten Florian Kärger und Martin Schmidt für den 2:0-Auswärtserfolg verantwortlich.

Die Partie am vergangenen Sonnabend begann mit einer Schweigeminute für den unerwartet verstorbenen Landesliga-Schiedsrichter Marcel Böhmer (35) aus Zschopau. Beide Mannschaften hatten im ersten Durchgang mit den widrigen Bedingungen, ein scharfer, eiskalter Nordostwind pfiff durchs Stadion, auf Kunstrasen einige Anpassungsprobleme. Die größte Chance für die Gäste vergab David Preuß, der nach einer Ecke frei zum Schuss kam. Auf der Gegenseite verzog Erik Weskott aus aussichtsreicher Position nur knapp.

Auch nach dem Wechsel hatte das Team von Sisler, der Nieskyer Spielertrainer ging über die volle Distanz, gefühlt mehr Ballbesitz. „Obwohl wir die etwas hochkarätigeren Chancen hatten, kann ich mit dem Punkt in Copitz gut leben“, spielte Sisler dabei auf die Chance in der 66. Minute an, als sein Versuch am Pfosten landete und Jablonski den zurückspringenden Ball an die Latte des Copitzer Tores schoss.

Der VfL hatte in der Schlussphase auch noch ein, zwei Möglichkeiten, die Partie für sich zu entscheiden. „Ich muss auch einmal mit so einem Ergebnis und einem Punkt leben können“, wusste Däbritz nicht so recht, ob er sich nach dem Abpfiff freuen oder ärgern sollte. In einem Punkt redete der Coach aber Klartext: „Wir sind noch lange nicht dort, wo ich die Mannschaft eigentlich sehen möchte.“ Die Möglichkeit, einen Schritt in diese Richtung zu unternehmen, hat der VfL schon am nächsten Samstag beim Aufsteiger Radebeuler BC.

VfL-Gegner unterliegt Spitzenreiter

Die Karl-May-Städter lieferten gegen Tabellenführer VfL 05 Hohenstein-Ernstthal eine spielerisch sehr ordentliche Vorstellung ab, unterlagen aber mit 1:2 (0:2). Die Tore für den Spitzenreiter erzielten Kapitän Marc Benduhn (42.) und Fritz Gerisch (45.). Philipp Schramm belohnte die starke zweite Halbzeit der Karl-May-Städter mit dem Anschlusstor (70.). Die Gäste beendeten die Partie im Weinbergstadion in Unterzahl, aber die Gelb-Rote Karte für Eric Fischer (90.) hatte keinen Einfluss auf den Spielausgang.

Der VfL Hohenstein-Ernstthal baute den Vorsprung gegenüber dem FC 1910 Lößnitz auf vier Punkte aus. Der Großenhainer FV 1990 folgt mit fünf Zählern Rückstand auf Platz drei. Der Neuling war am 17. Spieltag von einer der vielen Absagen betroffen. Das Derby in Riesa war am Freitag wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt worden.

Die Radebeuler rangieren nur zwei Punkte vom ersten Abstiegsrang entfernt. „Reichenbach hat gewonnen, Copitz einen Punkt geholt. Auch die anderen Ergebnisse passen mir nicht in den Kram“, ärgerte sich RBC-Coach Matthias Müller. „Copitz hat jetzt vier Zähler mehr auf dem Konto und ist am Samstag bei uns zu Gast. Ein Sieg ist Pflicht“, sprach der Ex-Nationalspieler Klartext. Allerdings wird Müller dann personelle Probleme zu lösen haben. Nach Kapitän Felix Graage (Leistenverletzung) schieden Erik Talke und Robert Lauterbach mit Verletzungen aus. „Bei Talke ist es ein Muskelfaserriss, der wird uns ganz sicher einige Wochen fehlen“, so der RBC-Coach. „Zudem wird uns Philipp Schramm zwei Wochen nicht zur Verfügung stehen. Er hat Urlaub. Bei einem Amateurverein lässt sich das leider nicht verhindern.“

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