• Einstellungen
Freitag, 14.09.2018

Außenseiter empfängt Titelanwärter

Von Jens Jahn

Arne Helth, Trainer der SG Traktor Reinhardtsdorf, hält Ausschau. Am Samstag erwartet sein Team den BSV Sebnitz auf dem Sportplatz an der Waldbadstraße. Beide Mannschaften sind noch ungeschlagen. Foto: Dirk Zschiedrich
Arne Helth, Trainer der SG Traktor Reinhardtsdorf, hält Ausschau. Am Samstag erwartet sein Team den BSV Sebnitz auf dem Sportplatz an der Waldbadstraße. Beide Mannschaften sind noch ungeschlagen. Foto: Dirk Zschiedrich

© - keine Angabe im huGO-Archivsys

Nach zwei bislang absolvierten Spieltagen in der Fußball-Kreisoberliga sind nur noch drei Mannschaften ohne Niederlage. Somit hat das Derby zwischen Traktor Reinhardtsdorf und dem BSV Sebnitz am Sonnabend einen besonderen Reizfaktor. Immerhin treffen an der Waldbadstraße zwei noch ungeschlagene Kontrahenten aufeinander.

Trotzdem werden die Sebnitzer als klarer Favorit in die Partie gehen. Zu unterschiedlich sind die Saisonzielstellungen beider Teams. Während der BSV nach seinem Rückzug aus der Landesklasse ein Wörtchen ganz vorn im Klassement mitreden will, geht es für Traktor in erster Linie um den Klassenerhalt. „Immerhin hat Reinhardtsdorf schon sechs Tore erzielt. Wir sind hinreichend gewarnt. Zumal es immer schwer ist, selbst das Spiel machen zu müssen. Mit Geduld werden wir aber unsere Chancen bekommen“, ist sich BSV-Trainer Sebastian Rummler sicher.

Die dritte Elf im Bunde mit noch weißer Niederlagen-Weste ist der 1. FC Pirna. Sie trifft am Samstag auf dem Sonnenstein auf den SV Pesterwitz, der zuletzt in Schönfeld eine deftige 1:9-Klatsche überreicht bekam. „In dieser Liga darf man keinen Gegner unterschätzen. Wir haben auch schon gegen Pesterwitz verloren. Nur mit vollkommen konzentrierter Leistung und hundertprozentigem Einsatz kann man zum Erfolg kommen“, gibt Pirnas Trainer Thomas Warschkow die Marschroute aus.

Stolpen strebt ersten Saisonsieg an

Auf den ersten Saison-Dreier hofft Blau-Gelb Stolpen gegen die noch punktlose Landesklasse-Reserve von Blau-Weiß Stahl Freital. Nach der 1:2-Niederlage am letzten Spieltag fand Stolpens Coach Steffen Kretschmer lobende Worte für seine Mannen: „Sie haben ein sehr gutes Spiel abgeliefert, die taktische Grundordnung sehr gut eingehalten und damit dem 1. FC das Leben hier im Burgstadion nicht leicht gemacht. Wenn wir so am Sonnabend auftreten, dann sollte doch ein Dreier herausspringen.“ Auch Chemie Dohna sowie der SSV Neustadt haben drei Punkte fest im Visier. Dohna möchte gegen den Aufsteiger SG Wurgwitz an die starke erste Halbzeit beim Kreispokalmatch in Höckendorf in der vergangenen Woche sowie den 6:2-Punktspielsieg in Gorknitz anknüpfen.

Neustadt trifft in der einzigen Sonntagspartie auf den FSV Dippoldiswalde. Allerdings schraubt SSV-Trainer Dieter Kling die Erwartungen herunter: „Wir sind in einer Phase des Umbaus innerhalb der Mannschaft. Ich versuche, Schritt für Schritt die Spielweise zu ändern. Ich lege sehr viel Wert auf Ballgewinne, verbunden mit schnellem Umkehrspiel. Da wird man aber Lehrgeld zahlen.“ Im Sommer hatte der 28-Jährige den Platz auf der Trainerbank von Udo Schmuck übernommen. „Der Verein wollte eine interne Lösung, ich hatte auch schon einige Male als Übungsleiter ausgeholfen. Außerdem musste ich meine Laufbahn als Spieler nach Kreuzbandriss und Meniskusschaden beenden“, erklärt der gebürtige Kasache, der schon einmal im Landesligakader des SC Borea Dresden stand. Das Verletzungspech hatte in der vergangenen Saison ohnehin beim SSV hart zugeschlagen. Auch Dieter Klings drei Jahre älterer Bruder Anton musste seine Laufbahn beenden. Und der ehemalige Kapitän Daniel Weber steht kurz vor dem Karriereende. Mit Daniel Hille und Philip Henke sind zudem zwei Neustädter im Sommer nach Sebnitz gewechselt. Und Rico Hartwig hat einen festen Vertrag als Trainer im Nachwuchsbereich von RB Leipzig bekommen, steht also nur selten zur Verfügung. Dem gegenüber stehen zwei Neuzugänge. Erik Kumpe kam vom TSV Cossebaude II, um mit seinem Bruder Felix in einer Elf zu stehen, und Kevin Klinger ist aus Neuseeland zurück. „Man wird Geduld haben müssen“, blickt Kling nach vorn.

Die zweite Garnitur des SV Wesenitztal eröffnet bereits um 12.30 Uhr am Sonnabend den Spieltag. Gegner ist der LSV Gorknitz, der sich im Kreispokal beim Höckendorfer FV II mit einem 10:0 warm geschossen hat. Allerdings wurmt noch die 2:6-Pleite am zweiten Spieltag auf der heimischen Alm gegen Dohna. Diese Niederlage soll am Quellenberg ausgemerzt werden.