• Einstellungen
Samstag, 13.10.2018

Aus Imponiergehabe Vogel erschossen

Von Alexander Schneider

Dresden. Ein 19-Jähriger hat seine Flamme beendrucken wollen, indem er mit seinem Luftgewehr im heimischen Garten einen Vogel vom Baum schoss. Er habe dem Tier einen Flügel abgeschnitten und seiner Freundin eine Feder geschenkt. Das war im November 2017. Zwei Tage später rückte die Polizei zur Durchsuchung bei dem Waffennarren an: Die Beamten stellten ein stattliches Waffenarsenal sicher – darunter viele Messer, Luftdruckwaffen, Pfeil und Bogen, Armbrust und ein Wurfstern. Im Gartenhäuschen fand die Polizei eine kleine Marihuana-Plantage, über ein halbes Kilo Schwarzpulver und andere explosive Stoffe sowie Hunderte verbotener Böller.

Vor dem Amtsgericht Dresden räumte der Auszubildende jetzt alle Vorwürfe ein. Er habe seiner damaligen Freundin, sie waren gerade einen halben Monat zusammen, „imponieren wollen“.

Jugendrichter Markus Vogel verurteilte den Angeklagten zu 40 Stunden gemeinnütziger Arbeit, 120 Euro Geldauflage und einer Beratung bei einem Psychologen. Vogel: „Ich kann Ihnen nur raten: Suchen Sie sich ein anderes Hobby.“ (red/AlS/JJ)