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Donnerstag, 11.10.2018

Arbeiter demonstrieren für sichere Jobs

2200 Bergleute und Kraftwerker haben sich am Donnerstag in Weißwasser versammelt. Anlass war die Sitzung einer Kommission, die Pläne für den Kohleausstieg erarbeiten soll.

Demonstranten stehen vor der Sitzung der Kohlekommission vor dem Eingang zum Sitzungsraum und halten Schilder hoch. Die Kommission soll Vorschläge zum Ausstieg aus der Braunkohleverstromung vorlegen.
Demonstranten stehen vor der Sitzung der Kohlekommission vor dem Eingang zum Sitzungsraum und halten Schilder hoch. Die Kommission soll Vorschläge zum Ausstieg aus der Braunkohleverstromung vorlegen.

© dpa

Weißwasser. Rund 2200 Frauen und Männer demonstrierten am Donnerstagvormittag in Weißwasser für sichere Jobs und eine Zukunft in der Lausitz. Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie hatte Bergleute und Kraftwerker aus dem Lausitzer, dem Mitteldeutschen und dem Rheinischen Braunkohlerevier mit Bussen in die Stadt bringen lassen. Anlass war eine Revierfahrt und eine Sitzung der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ in Weißwasser. Sie soll Vorschläge für das Wann und Wie des Ausstiegs aus der Kohleverstromung erarbeiten. Sachsen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer und Brandenburgs Landeschef Dietmar Woitke forderte vorab gemeinsam mehr Zeit für den Kohleausstieg. 25 bis 30 Jahre seien nötig. Auszubildende der Leag überreichten der Kommission über 11000 Unterschriften für nachhaltige Zukunftskonzepte. Weitere Stationen der Kommission sind der Tagebau Welzow-Süd und Großräschen. Am Freitag trifft sich das Gremium in Berlin. (szo/ihg)