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Dienstag, 13.02.2018

Angeblich russische Söldner getötet

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Der Bürgerkrieg in Syrien dauert seit 2011 an. Den Vereinten Nationen zufolge sollen bisher etwa 400000 Menschen gestorben sein, rund 11,6 Millionen Syrer waren oder sind auf der Flucht (Symbolfoto).
Der Bürgerkrieg in Syrien dauert seit 2011 an. Den Vereinten Nationen zufolge sollen bisher etwa 400 000 Menschen gestorben sein, rund 11,6 Millionen Syrer waren oder sind auf der Flucht (Symbolfoto).

© Gabriel Chaim/AP/dpa

Moskau. Bei einem schweren US-Luftangriff auf Regierungskräfte in Syrien vergangene Woche sind auch mehrere russische Söldner getötet worden.

Russische Medien ermittelten die Namen von mindestens fünf Toten, während die Führung in Moskau bei ihrer Linie blieb, in das Gefecht am Euphrat seien keine russischen Soldaten verwickelt gewesen. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte am Dienstag lediglich, die Berichte müssten überprüft werden.

Russland setzt vielen Belegen zufolge in Syrien neben regulären Soldaten auch Söldner einer Privattruppe ein, die unter dem Namen „Wagner“ firmiert. Die bezahlten Kämpfer gehören nicht zur Armee, weshalb das Dementi des russischen Verteidigungsministeriums zu dem Vorfall vom 7. Februar formal korrekt ist.

Nach US-Darstellung hatten damals Milizen der syrischen Regierung in der Provinz Dair as-Saur eine Stellung der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) attackiert. Diese forderten Hilfe an, und US-Streitkräfte wehrten den Angriff mit Artillerie, Flugzeugen und Hubschraubern ab. Dabei sollen auf syrischer Regierungsseite Dutzende Kämpfer getötet worden sein.

„Das ist ein großer Skandal“, kommentierte der Außenpolitikexperte Wladimir Frolow. Es sei seit dem Vietnamkrieg nicht mehr vorgekommen, dass amerikanische und russische Soldaten einander getötet hätten. Aber Moskau wolle den Fall vor der Präsidentenwahl am 18. März offenbar mit Schweigen übergehen, schrieb er für das Portal republic.ru. Der Militärexperte und Generaloberst Leonid Iwaschow warf den USA vor, der Angriff sei gezielt gewesen. (dpa)

Leser-Kommentare

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Insgesamt 8 Kommentare

Alle Kommentare anzeigen

  1. Dräsdnor

    Die USA kämpfen offen gegen die syrische Regierung und Deutschland mischt kräftig mit. Alles im Namen von was? Völkerverständigung, Nichteinmischung und ähnlichem Gedöns?

  2. s.p.

    Russische Soldaten und amerikanische Bomben. Wo ist da der Unterschied ?

  3. catenaccio

    Die einen handeln im Auftrag der rechtmäßig gewählten Regierung, die anderen führen einen von der UNO nicht gedeckten Angriffskrieg gegen einen souveränen Staat. Die einen sind für alles Böse verantwortlich und die anderen unterstützt die BRD.

  4. Wittich

    @1 Vergessen sie in dem Zusammenhang bitte nicht zu erwähnen, dass die Russen sich ebenfalls schon seit Monaten an der Abschlachtung syrischer Staatsbürger beteiligen. Und was den Tod von Söldnern angeht sage ich einfach mal...na und? Das "Handwerk" dieser Leute ist das töten für Geld, aus freien Stücken. Berufsrisiko.

  5. beobachter

    Wann übergeben die USA und SDF (also Terrorkurden) die vom IS eroberten Ölfelder gewaltlos an den syrischen Staat als rechtmäßigen Eigentümer? Das Gebiet westlich des Euphrats war nicht kurdisch. Hochgradig kriminell, was sich die USA und ihre Hilfstruppen da auf fremdem Territorium leisten.

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