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Freitag, 10.08.2018

Am Podium vorbei

Angeschlagener Hausding, stürzende Lindemann: Für mehrere Deutsche erfüllten sich in Glasgow die Medaillenhoffnungen nicht.

Von Thomas Eßer

Für Patrick Hausding reicht es am Ende zu Platz fünf.
Für Patrick Hausding reicht es am Ende zu Platz fünf.

© dpa

Wasserspringer Patrick Hausding hat bei der EM vom Drei-Meter-Brett den fünften Platz belegt. Der angeschlagene Rekordeuropameister kam am Donnerstag im Royal Commonwealth Pool von Edinburgh auf 421,10 Punkte. Jack Laugher aus Großbritannien sicherte sich Gold vor dem Russen Ilja Sacharow. Bronze holte sich dessen Landsmann Jewgeni Kusnetsow. Der 26-jährige Oliver Homuth landete auf Platz zwölf. „Der Oberschenkel ist nicht besser trotz täglicher Physio“, sagte der 29 Jahre alte Hausding. Der Berliner hat eine Zerrung. „Das macht mich unsicher und behindert bei den Anläufen.“

Vor dem Wettkampf vom Dreier hatten die Turm-Synchronspringer Timo Barthel und Florian Fandler den vierten Platz belegt. Der Dresdner und der Hallenser kamen am Donnerstag auf 360,66 Punkte. Gold sicherten sich die Russen Aleksander Bondar und Viktor Minibajew, vor den Briten Matthew Dixon und Noah Williams sowie dem armenischen Duo Vladimir Harutyunyan und Lev Sargsyan.

Auch Triathletin Laura Lindemann aus Potsdam hat in Glasgow die anvisierte Medaille knapp verpasst. Im Rennen über die olympische Distanz von 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen musste sich die 22-Jährige mit dem vierten Rang begnügen. „Es war ein extrem hartes Rennen“, sagte Lindemann am ZDF-Mikrofon: „Nach dem Sturz war es ein auf und ab. Ich konnte danach noch in die Verfolgergruppe reinfahren. Beim Laufen habe ich alles gegeben, aber es hat leider nicht mehr gereicht.“

Gold sicherte sich die Schweizerin Nicola Spirig in 1:59:13 Stunden, bereits zum sechsten Mal triumphierte die 36-Jährige bei einer EM. Lindemann hatte im Ziel 2:29 Minuten Rückstand. Titelverteidigerin und Top-Favoritin Jessica Learmonth aus Großbritannien holte Silber vor der Französin Cassandre Beaugrand. Bianca Bogen aus Leipzig wurde 24.

Lindemann war auf dem Rad gestürzt, nachdem zwei Athletinnen direkt vor ihr kollidiert waren. Die junge Deutsche, die im Juli in Hamburg bei der WM-Serie auf den zweiten Platz gestürmt war und auch deshalb auf eine Medaille in Schottland gehofft hatte, konnte nicht ausweichen.

Wie erwartet stieg die Britin Learmonth als Erste dem Wasser des Strathclyde Loch, einem in den 1970er Jahren erschaffenen künstlichen See. Hervorragende 17:55 Minuten hatte Learmonth für die Strecke benötigt, direkt dahinter lag die starke Läuferin Cassandre Beaugrand. Lindemann wechselte mit einem Rückstand von 49 Sekunden auf das Rad. Dort kam Lindemann, die als Juniorin jeweils zwei Erfolg bei Welt- und Europameisterschaften verbucht hatte, aber nur schwer in Tritt. Anstatt die Lücke zur Spitze zu schließen, verlor sie auf den ersten Kilometern weiter Zeit – auch aufgrund des Sturzes.

Nach der verletzungsbedingten Absage des Deutschen Meisters Justus Nieschlag gehen die deutschen Triathlon-Männer mit viel geringeren Ambitionen an den Start. Im Rennen am Freitag ist eine Platzierung unter den Top 15 die Zielsetzung. (dpa, sid)

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