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Montag, 17.09.2018

Am Ende den Faden verloren

Zimperlich geht anders: Görlitz’ Victoria Grätz (links / in Gelb-Blau) zerrt an der Hoyerswerdaerin Charlott Schöps – erfolgreich.Foto: Werner Müller
Zimperlich geht anders: Görlitz’ Victoria Grätz (links / in Gelb-Blau) zerrt an der Hoyerswerdaerin Charlott Schöps – erfolgreich.Foto: Werner Müller

© Werner Müller

SC Hoyerswerda21  (12)

SV Koweg Görlitz27  (12)

Etwas mehr als vier Monate nach dem dramatischen Klassenerhalt, gesichert mit einem Last-Minute-Sieg der Hoyerswerdaerinnen gegen den SV Koweg Görlitz (19:18 am 5. Mai) bescherte der Spielplan gleich zu Beginn der neuen Saison dem SC Hoyerswerda wieder ein Ostsachsenderby gegen denselben Gegner. Aber nur dem Namen nach „denselben“. Denn beide Mannschaften verzeichneten eine Vielzahl von Abgängen und setzen in dieser Spielzeit insbesondere auf den eigenen Nachwuchs. Auf Seiten des SC verstärken Marie Grabsch und Ayline Trunsch das Team aus der Zusestadt. Ergänzt um die Rückkehrerinnen Nadja Irmisch und Michaela Rau wollten die SC-Mädels die erste Standortbestimmung am vergangenen Sonnabend erfolgreich gestalten.

In den ersten zehn Minuten aber bestimmte das Gastteam das Geschehen und zog auf 6:4 davon. Schon da zeigte sich, dass die SC-Frauen um jedes Tor hart kämpfen mussten. Doch als beim 6:6 der Gleichstand hergestellt wurde, entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Immer wieder legte das Heimteam ein Tor vor – und die Görlitzerinnen glichen aus. Folgerichtig ging es mit 12:12 in die Pause. Es war das erwartet spannende Spiel. Trainer René Althaus kam dabei in der ersten Halbzeit ohne Wechsel aus und auch in der zweiten Spielhälfte bot sich den Zuschauern dasselbe Bild. Beide Mannschaften kämpften um jedes Tor und über die Stationen 13:13; 16:16 und 19:19 gab es zehn Minuten vor Schluss immer noch Gleichstand. Doch dann kam ein Bruch ins Spiel der SC-Mädels: Zu viele Einzelaktionen und zu viel Klein-Klein, worauf sich die kompakte Gästemannschaft einstellen konnte, sorgten dafür, dass die Görlitzerinnen beim 19:23 plötzlich mit vier Toren führten. Auch mehrere Zeitstrafen gegen Koweg konnte Hoyerswerda nicht nutzen. Die Görlitzerinnen hielten den Vorsprung. Auch der erste Treffer von Marie Grabsch und die insgesamt elf Tore von Laura Rosemann konnten jetzt die Niederlage nicht mehr verhindern. So fuhren die Görlitzerinnen mit 27:21 einen letztlich ungefährdeten Auswärtssieg ein.

Die SC-Frauen können auf die ersten 50 Minuten aufbauen. Sie werden die technischen Fehler verringern und sich im Kollektiv spielerisch aufeinander einstellen müssen. So holen sie auch bald die ersten Punkte in der noch langen MHV-Saison. Die nächsten Chancen gibt’s nächste Woche beim Auswärtsspiel bei Union Halle/Neustadt und am 30. September um 16 Uhr in eigener Halle gegen Magdeburg. (jw)

SC Hoyerswerda: Michaela Rau, Ayline Trunsch – Vera Apitz (2), Marie Grabsch (1), Anna Weber, Sophia Rösler (2), Nadja Irmisch (2), Nadine Krebs, Laura Rosemann (11), Alina Weber (1) und Charlott Schöps (2)

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