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Donnerstag, 12.07.2018

Am Bahnhof Potschappel beginnt der Feinschliff

Die Stadt Freital lässt das Haus zu einem Verwaltungszentrum umbauen. Die Fassade und das Dach sind fast fertig.

Von Tobias Winzer

Die Fassade des Bahnhofs Potschappel ist an einigen Stellen schon fertig renoviert. Innen ist aber noch einiges zu tun.
Die Fassade des Bahnhofs Potschappel ist an einigen Stellen schon fertig renoviert. Innen ist aber noch einiges zu tun.

© Karl-Ludwig Oberthür

Freital. Der Baufortschritt am Bahnhof Potschappel ist unverkennbar. An einigen Stellen der Fassade sind die Gerüste schon gefallen und geben den Blick auf neue Fenster und sanierte Außenhaut frei. Wie die Freitaler Stadtverwaltung mitteilt, sind die Dachdeckerarbeiten bis auf die sogenannten Gründächer der Zwischenbauten abgeschlossen. Die Rohbauarbeiten seien auf der Zielgeraden. Momentan wird schon im Inneren des Gebäudes an der Heizung, der Lüftung und den Sanitäranlagen gearbeitet. Außerdem bringen Arbeiter den Innenputz im Bahnhof an. In Kürze beginnen der Trockenbau und auch die Elektroarbeiten im Bahnhof.

Die Stadt Freital lässt den markanten Bau, der mit Material aus dem Steinbruch am Osterberg errichtet wurde, bis April 2019 zu einem Verwaltungsgebäude umbauen. Das wird dringend gebraucht. Bisher hat Freital keinen zentralen Anlaufpunkt für seine Bürger. Wer einen Pass braucht, muss nach Potschappel. Wer die Hundesteuer anmelden will, muss ins Deubener Rathaus.

Im Erdgeschoss entstehen das Bürgerbüro sowie ein Mehrzweckbereich. Er soll beispielsweise für Versammlungen, öffentliche Veranstaltungen und die Stadtteilarbeit dienen. In den ersten Etagen der beiden Kopfgebäude sollen Büros für Verwaltungsmitarbeiter eingerichtet werden. 40 Mitarbeiter können dann hier einziehen, wodurch an den anderen Standorten Platz wird. Im zentralen Mittelbau bekommen die Parteien des Stadtrats neue Fraktionsräume.

Noch keine Lösung gibt es allerdings zur schwierigen Finanzierung der Arbeiten. Die Stadt hatte zunächst mit Baukosten in Höhe von 3,5 Millionen Euro gerechnet. Nunmehr geht die Verwaltung von 4,1 Millionen Euro aus. Die Mehrkosten kommen vor allem dadurch zustande, dass die Baufirmen gut ausgelastet sind und derzeit höhere Preise verlangen. Freital hat nun weitere Fördermittel beantragt. Auch beim Eigenanteil muss die Stadt zulegen, um das Defizit auszugleichen. Wie das Rathaus nun mitteilt, sei man deswegen in Gesprächen mit der Sächsischen Aufbaubank. Weitere Aussagen seien derzeit noch nicht möglich.

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