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Montag, 06.08.2018

Altenberg legt Beschwerde ein

Von Stephan Klingbeilund Falk Rösler

Vorige Saison liefen die in Rot gekleideten Altenberger auch noch bei Dohna auf. Künftig soll die Stahl-Elf zwei Ligen darunter starten. Gegen diesen Beschluss geht die BSG nun aber vor.Archivfoto: Marko Förster
Vorige Saison liefen die in Rot gekleideten Altenberger auch noch bei Dohna auf. Künftig soll die Stahl-Elf zwei Ligen darunter starten. Gegen diesen Beschluss geht die BSG nun aber vor. Archivfoto: Marko Förster

© Marko Förster

Nach ihrem freiwilligen Abstieg aus der Fußball-Kreisoberliga kommt es nun womöglich für die BSG Stahl Altenberg faustdick. Eigentlich wollte sich der Tabellenvorletzte der Vorsaison zur neuen Spielzeit in die Kreisliga A zurückziehen. Doch nach aktuellem Stand muss die BSG eine Liga darunter, in der Kreisliga B West, ran.

Da Altenberg aber gegen diese Entscheidung des Vorstands vom hiesigen Kreisfußballverband KVFSOE Beschwerde eingelegt hat, verzögern sich die endgültigen Staffeleinteilungen und somit auch die Veröffentlichung der Ligen-Spielpläne weiter.

Die Altenberger hatten sich erst nach Ablauf der Entscheidungsfrist und unerwarteten Abgängen von mehreren Stammspielern für den Rückzug aus der Kreisoberliga ausgesprochen. Zuvor hatte das Team zwar auf dem sportlichen Weg den Klassenerhalt verpasst, hätte aber wegen Entwicklungen in anderen Spielklassen doch noch nachträglich den Liga-Verbleib geschafft.

Dann kam der Rückzug. Statt in der Kreisliga A soll das Team allerdings fortan in der Kreisliga B West auflaufen. Das hatte der KVFSOE-Vorstand kürzlich entschieden. Aus Gründen der Gleichberechtigung und praktischen Erwägungen bezüglich der Staffeleinteilungen kam der Verbandsvorstand unter anderem zu dem Beschluss. Außerdem hielt die BSG die Frist nicht ein.

Der Beschluss kam bei den Altenbergern gar nicht gut an. Sie legten Beschwerde beim KVFSOE-Sportgericht gegen diese Einstufung ein. Sie beziehen sich dabei auch auf eine zwischenzeitliche Online-Veröffentlichung des Kreisverbands-Spielausschusses zur Staffeleinteilung. Dort sei Altenberg als Starter in der Kreisliga A aufgeführt gewesen. Diese – offenbar voreilige – Veröffentlichung sorgte auch verbandsintern für Kritik, wie die SZ erfuhr.

Wie Harald Glauche, Vorsitzender des Sportgerichts, nun aber sagte, soll der Vorstand in den kommenden Tagen wegen der Beschwerde der BSG zu dem Einstufungsbeschluss Stellung nehmen. Dann werde ein Urteil gefällt, anschließend sollen die Staffeln und Spielpläne feststehen. Zu den Chancen der Altenberger Beschwerde wollte sich Glauche indes mit Verweis auf das noch laufende Verfahren nicht äußern.

Inzwischen haben sich die Bergstädter auch an den Sächsischen Fußballverband gewandt, denn neben der sportlichen Degradierung steht für die BSG noch zusätzlich eine wohl deftige Geldstrafe im Raum.

Dabei wollen die Altenberger doch nur in der Liga spielen, für die sie nach ihrem sportlichen Abstieg aus der Kreisoberliga qualifiziert wären, meint Stahls Mannschaftsleiter Martin Bachmann. Die Anzahl der Kreisliga-A-Teams bleibt damit vakant.

Kreisligisten setzen auf Jugend

Schon jetzt gibt es aber unter den 13 feststehenden Ligavertretern ein klares numerisches Übergewicht für die Weißeritzregion. Mit den alteingesessenen Teams aus Langburkersdorf und Graupa sowie den beiden Aufsteigern Ullersdorf und dem 1.FC Pirna II geht jedoch ein starkes Quartett aus der Pirnaer Region an den Start.

„Unter die ersten Fünf in der Tabelle“ will laut seinem neuen Trainer Eric Klanthe auch wieder der Vorjahresdritte aus Reinhardtsgrimma. Auf die Grimmschen wartet mit dem Kreispokalspiel am 18. August gegen den Titelverteidiger VfL Pirna-Copitz II gleich im ersten Pflichtspiel eine echte Härteprüfung.

Einen Wechsel auf der Bank gab es auch in Mohorn. Tony Heber geht als Spielertrainer mit Wacker in die neue Spielzeit. Seine Staffelfavoriten sind „Reinhardtsgrimma, Hainsberg II und Aufsteiger Kesselsdorf“, sagt er. Selbst wolle man „den guten vierten Platz aus der Vorsaison bestätigen und durchaus ein Wörtchen mitreden beim Kampf um die beiden Aufstiegsplätze“.

Eine ganz junge Hainsberger Reservemannschaft mit vielen Neuzugängen aus der eigenen A-Jugend kündigt HSV-Spielertrainer Robin Krämer an. „Spielerisch haben wir damit auf jeden Fall enormes Potenzial, doch die Jungs müssen sich natürlich erst an die etwas rauere Gangart im Männerbereich gewöhnen“, erklärt er. Zunächst ohne ihren verletzungsbedingt ausfallenden Torgaranten Andre Trobsch müssen die Höckendorfer auskommen. Trainer Michael Trobsch hoffte wieder „auf einen sicheren Mittelfeldplatz ohne Abstiegssorgen. Das Fehlen von Andre ist natürlich ein Handicap. Aber jetzt gilt es, enger zusammenzurücken und flexibler zu agieren.“

„Auf einem richtig guten Weg nach drei harten Jahren der Konsolidierung“ ist man indes laut Abteilungsleiter Wieland Saupe beim Nachbarn in Dorfhain. Die Vorbereitung unter den beiden Trainern Mario Thiele und Thomas Gränz verlief mit Siegen gegen Stahl Freital II, Mulda und Pretzschendorf schon mal sehr erfolgversprechend. Die neue Dorfhainer Generation mit einem Altersdurchschnitt von gerade einmal knapp über 20 Jahren nimmt sich einen Platz im oberen Mittelfeld zum Ziel.