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Mittwoch, 14.03.2018

Alles bestens für die Störche vorbereitet

Im Nachbarkreis Bautzen sind die ersten Störche angekommen. Hier werden sie noch sehnsüchtig erwartet.

Von Anja Weber

Ausreichend Nahrung ist wichtig, dass sich Störche überhaupt wohlfühlen, so wie hier auf einem Feld bei Lauterbach.
Ausreichend Nahrung ist wichtig, dass sich Störche überhaupt wohlfühlen, so wie hier auf einem Feld bei Lauterbach.

© Archivfoto: Frank Baldauf

Neustadt/Stolpen. Im zeitigen Frühjahr ist bekanntlich Anreisezeit für die Störche. Ihre Quartiere sind bereits fertig hergerichtet, bedürfen nur noch einigen kleinen Renovierungsarbeiten, die sie aber selbst übernehmen. Mit ihrem schwarz-weißen Gefieder und ihren roten Schnäbeln sind die Weißstörche auf jedem Feld und auf jeden Horst ein Hingucker. Im Nachbarkreis Bautzen wurden die ersten gesichtet. Seit dem Wochenende ist der Horst auf dem roten Schornstein in Radibor schon doppelt besetzt. Auch das Nest im Weißenberger Ortsteil Nostitz hat nun wieder einen Bewohner.

Und wie sieht es in der Region um Neustadt und Stolpen aus? Bislang wurde noch kein Weißstorch gesichtet. Etwas Zeit haben sie auch noch. Im vergangenen Jahr kamen sie ab dem 5. April. Als hätten sie sich abgesprochen: Innerhalb von drei Tagen waren gleich drei Störche zurückgekehrt. Den Anfang machte der Polenzer Storch, der am Gummiwerk seinen Horst bezogen hat. Kurz darauf landete ein Storch in Wilschdorf auf dem Gelände des örtlichen Brunnenbaus. Danach war das Nest in Rennersdorf-Neudörfel, am Abzweig nach Helmsdorf, belegt. Auch das in Langenwolmsdorf wurde schnell bezogen. Am 9. April ließ sich schließlich zwei Störche auf dem vorbereiteten Nest in Helmsdorf nieder und standen unter Beobachtung der Einwohner. Schließlich hatten die dafür gesorgt, dass der Storch sich in Helmsdorf heimisch fühlen durfte.

Auch in diesem Jahr ist alles wieder vorbereitet. Und in Neustadt hofft man, dass der Storch das im letzten Jahr neu errichtete Nest für sich entdeckt. Auf jeden Fall hatte es den Störchen im vergangenen Jahr im Landkreis offenbar sehr gut gefallen. 28 Jungtiere zogen die Weißstörche im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge im Sommer 2017 auf – ein Spitzenwert. Zum Vergleich: 2016 wurden nach Angaben der Naturschützbehörde im Pirnaer Landratsamt in den insgesamt 15 Nestern im Landkreis nur 20 Jungvögel flügge, zuvor noch weniger. Die Erfolgsquote zeugt aber nicht nur von fruchtbarer Liebe, sondern auch von günstigen Witterungsverhältnissen und vor allem von ausreichend Nahrung.

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