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Freitag, 15.06.2018

Allee-Charakter am Ortseingang von Gablenz wird aufgegeben

Mit Händen und Füßen haben sich die Gablenzer gewehrt. Genützt hat es nichts. Der Landkreis will keine Bäume nachpflanzen.

Von Christian Köhler

Am Ortsausgang Gablenz fehlt es an Alleebäumen. Diese werden nicht nachgepflanzt. Besonders über das Bankett auf der linken Seite ärgert sich Gemeinderat Uwe Horbaschk. Er hätte dort lieber eine Leitplanke gesehen.
Am Ortsausgang Gablenz fehlt es an Alleebäumen. Diese werden nicht nachgepflanzt. Besonders über das Bankett auf der linken Seite ärgert sich Gemeinderat Uwe Horbaschk. Er hätte dort lieber eine Leitplanke gesehen.

© Christian Köhler

Im Gablenzer Gemeinderat rumort es: Im Frühjahr hatte der Landkreis mehr als 20 Alleebäume zwischen Gablenz und der B 156 gefällt – sehr zum Ärger der Räte und des Bürgermeisters Dietmar Noack (CDU). „Man muss sich entscheiden: Entweder man behält den Allee-Charakter bei und pflanzt nach“, erklärte der Bürgermeister schon kurz nach den Fällungen, „oder aber man holzt alles ab“. Vonseiten des Landkreises hieß seinerzeit, man pflanze nicht nach. Auf TAGEBLATT-Nachfrage im April hieß es dann, es solle noch einmal ein Gespräch mit der Gemeindeverwaltung geben. Mehrmals habe anschließend Dietmar Noack das Gespräch mit der Straßenmeisterei in Weißwasser und dem Landkreis gesucht. Und im Rahmen eine Verkehrsschau im Ort vor wenigen Tagen gemeinsam mit der Polizei steht nun im Ergebnis: „Es wird keine Nachpflanzungen geben.“ Als Begründung, so berichtet der Bürgermeister nun am Montag dazu, hieß es, es müsse ein bestimmter Abstand zur Straße eingehalten werden. Das sei bei den Bäumen jedoch nicht gegeben.

In diesem Zusammenhang gerät SPD-Gemeinderat Uwe Horbaschk in Rage. „Wenn ich mir das Bankett anschaue, verstehe ich die Welt nicht mehr“, sagt er. Schon vor mehreren Jahren hatte er angeregt, auf Höhe der Karoline eine Leitplanke zu installieren. Damals hatte die Straßenmeisterei erklärt, das sei an der Stelle nicht nötig. Nun ist dort ein Baum gefällt worden und anstelle dessen sind Kies und Schotter aufgebracht worden. „Es muss wohl erst etwas passieren, ehe reagiert wird“, so Horbaschk weiter. Ähnlich verhalte es sich seiner Ansicht nach auch mit den gefällten Bäumen. Die würden nämlich nicht nur Schatten für die Radfahrer am benachbarten Radweg spenden, sondern eben auch jene Radler vor Fahrzeugen schützen, die eventuell von der Straße abkommen.

Bei der Verkehrsschau stellte sich laut Dietmar Noack zudem heraus, dass in Kromlau mehrere Verkehrsschilder ausgewechselt werden müssten. Sie seien nicht an Rohren, sondern an Betonpfeilern befestigt. „Und das darf eben nicht sein“, erklärt der Bürgermeister.