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Samstag, 14.07.2018

4,14 Millionen Euro für Schwarze Pumpe

Die Lausitz sieht sich mit einem umfassenden Strukturwandel konfrontiert. Um dies zu bewältigen, müssen Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit in der regionalen Wirtschaft erhöht werden.

Auf dem Gelände des Industrieparks Schwarze Pumpe, dem industriellen Herzen der Lausitz, wird ein neues Gewerbezentrum errichtet. Dieses Zentrum soll allen Branchen der Region offen stehen. Gleichzeitig soll es als Netzwerkpartner dienen, eng mit Forschungseinrichtungen zusammenarbeiten und so für Wissens- und Technologietransfer sorgen.

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig: „Schwarze Pumpe hat sich als ehemaliger Kohleveredlungsstandort in den vergangenen Jahren zum erfolgreichen Industriepark entwickelt. 117 Unternehmen mit über 4 500 Beschäftigten sind dort bereits tätig. Nachfrage und der Bedarf nach Ansiedlungsflächen ist ungebrochen.“

Wie es in der gestrigen Pressemitteilung des Wirtschaftsministeriums weiter heißt, fördert der Freistaat Sachsen die Errichtung des Gründer- und Gewerbezentrums mit rund 4,14 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). „Damit werden den Nutzern Räumlichkeiten und Gemeinschaftseinrichtungen beziehungsweise -dienstleistungen befristet für fünf bis maximal acht Jahre zur Verfügung gestellt. Ziel ist es, insbesondere Start-ups, innovative Existenzgründer und Jungunternehmer in der Startphase zu unterstützen und für die Zukunft an den Standort zu binden“, so Wirtschaftsminister Martin Dulig. Insgesamt werden im Zentrum nach der Fertigstellung über 3 300 Quadratmeter Büro- und Werkstattflächen zur Verfügung stehen.

Antragsteller und Maßnahmeträger ist der Zweckverband Industriepark Schwarze Pumpe. Gesellschafter sind die Gemeinde Spreetal und die Stadt Spremberg. Beide Kommunen arbeiten länderübergreifend sehr gut zusammen. Seit 2007 führen sie die infrastrukturelle Erschließung (Wasser, Abwasser, Straßen) des Standortes Schwarze Pumpe gemeinsam durch. Aus dem Bereich der wirtschaftsnahen GRW-Infrastrukturförderung wurden seitdem über 100 Millionen Euro bereitgestellt. (red/rgr)