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Dienstag, 13.03.2018

4000 Euro für Rettung der Jahnturnhalle

Die Bürgerstiftung kündigt an, jeden Monat mit einem Arbeits- einsatz an die Sanierung des Denkmals zu gehen.

Ein Anfang ist gemacht: Die Bürgerstiftung hat Geld für Arbeitseinsätze in der Jahnhalle erhalten.
Ein Anfang ist gemacht: Die Bürgerstiftung hat Geld für Arbeitseinsätze in der Jahnhalle erhalten.

© Claudia Hübschmann

Meißen. Ein wirksames Bürgerengagement beginne oft mit kleinen Schritten. Mit diesen Worten hat Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos) jetzt den Einsatz der Bürgerstiftung Meißen für die Rettung der Jahnturnhalle gewürdigt, „Was daraus werden kann, lässt sich beispielsweise an Schloss Batzdorf studieren, das sich Anfang der 1990er Jahre baulich in einem bemitleidenswerten Zustand befand. Heute ermutigt dieses wiederbelebte architektonische Schmuckstück all jene, die ähnliches mit vergleichbaren Objekten im Sinn haben,“ so Raschke. Um das Vorhaben weiter voranzubringen, übergab der Rathauschef zusammen mit Uwe Reichel vom Gewerbeverein die Erlöse aus der Adventslotterie. 3 850 Euro kommen demnach der 2016 gegründeten Bürgerstiftung Meißen zugute. Sie setzt sich für die Reaktivierung des Jahnhallen-Areals ein.

Die Turnhalle mit angrenzendem Sportgelände wurde im März vergangenen Jahres durch die Stiftung erworben. Eine Bewegungslandschaft soll entstehen, die Jung und Alt zu mehr Bewegung und Begegnung animiert. Bis diese Vision Wirklichkeit wird, steht der Bürgerstiftung jede Menge Arbeit ins Haus. Der Kaufvertrag gibt konkrete Ziele vor. So sind die Käufer verpflichtet, die Jahnhalle bis 2022 grundhaft zu sanieren, den Hausschwamm zu beseitigen und das Gebäude nachhaltig zu sichern. Hierfür sei zu dokumentieren, dass bis Ende 2022 von den geplanten 1,9 Millionen Euro Investitionen von mindestens 1,425 Millionen Euro erreicht werden. Für die Bürgerstiftung ließ Norbert Hermann verlauten, dass mit dem Geld jeden Monat ein „Aufräum-Event“ unterstützt wird.

Des Weiteren erhält die Stiftung Lichtblick – Menschen helfen Menschen in Not 1 000 Euro als Unterstützung. Bereits 1996 durch eine Initiative der Sächsischen Zeitung ins Leben gerufen, hilft die Stiftung Menschen in unterschiedlichsten Notlagen. Durch die große Anzahl der Partner, steht den Betroffenen ein breitgefächertes Beratungsangebot zur Verfügung. In Zusammenarbeit mit den über 150 Institutionen werden die Spenden nach sorgfältiger Prüfung vergeben. (SZ/pa)

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