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Donnerstag, 14.06.2018

18 neue Krippenplätze geplant

Am Eulenberg und in Polkenberg will die Kommune die Kapazität erweitern. Das dürfte auch Eltern aus den Nachbarregionen freuen.

Von Heike Heisig

Seit vergangenem August kann die Kommune insgesamt 139 Krippenplätze in den Kindereinrichtungen in Leisnig selbst und den Ortsteilen anbieten. Nun wird noch einmal aufgestockt.
Seit vergangenem August kann die Kommune insgesamt 139 Krippenplätze in den Kindereinrichtungen in Leisnig selbst und den Ortsteilen anbieten. Nun wird noch einmal aufgestockt.

© Symbolbild/dpa

Leisnig. In den meisten Kindereinrichtungen wird es eng. Deshalb sei die Kommune gerade dabei, Reserven zu schaffen, sagt Leisnigs Hauptamtsleiterin Sonja Heier. Das passiere vor allem vor dem Hintergrund, dem Rechtsanspruch auf eine Betreuung ab dem ersten Lebensjahr gerecht zu werden. Daher habe es vor ein paar Tagen eine Begehung mit Vertretern des Landesjugendamtes gegeben. Anliegen sei gewesen, die Bedingungen abzugleichen. Nun weiß die Kommune, was noch zu tun ist. Ehe sie allerdings Aufträge ausschreibt und Handwerker beauftragt, müssen die nötigen Genehmigungen vorliegen. Die braucht es unter anderem vom Landesjugendamt, aber auch von der Hygiene sowie vom Brandschutz.

Seit vergangenem August kann die Kommune insgesamt 139 Krippenplätze in den Kindereinrichtungen in Leisnig selbst und den Ortsteilen anbieten. Aufgestockt werden soll im „Wirbelwind“ an der Leisniger Eulenbergstraße sowie im „Haus der kleinen Füße“. So heißt die Einrichtung in Polkenberg. Dort sollen durch bauliche Veränderungen sechs zusätzliche Plätze entstehen, doppelt so viele sind es an der Eulenbergstraße. Auch dort muss gebaut werden. „Unter anderem im Sanitärbereich“, sagt Sonja Heier.

Angaben zu Dauer der Arbeiten und Beginn kann sie weder für das eine noch für das andere Haus machen. Wie gesagt, müssen erst die Genehmigungen vorliegen und Baufirmen dann auch noch Kapazität haben, die Wünsche abzuarbeiten. „Wirbelwind“-Leiterin Gabriele Marder würde sich freuen, wenn die Bauarbeiter schon über den Sommer loslegen können. „Dann sind durch die Ferienzeit nicht so viele Kinder im Haus“, begründet sie. Am Eulenberg steigt das Angebot an Krippenplätzen von derzeit 62 auf 74. Im „Haus der kleinen Füße“ werden es künftig 16 Plätze für Kinder im Krippenalter sein, im Moment sind es noch zehn.

Prinzipiell, so sagt Sonja Heier, genügen die fast 140 Plätze, um die Leisniger Kinder zu betreuen. „Doch unsere Einrichtungen besuchen auch eine ganze Reihe von Kindern, die in den umliegenden Orten, die nicht zum Gemeindegebiet gehören, zuhause sind.“ Solche „Umlandkitas“ sind beispielsweise das „Nido“ in Börtewitz oder der „Nikolaus“ in Polditz. Die Orte grenzen an Teile von Grimma im Landkreis Leipzig und Mügeln in Nordsachsen. Für manche Eltern liegen Börtewitz und Polditz auf dem Arbeitsweg, weshalb sich diese Mütter und Väter häufig dafür entscheiden, die Kinder auf kurzem Weg abzugeben. „Diesen Eltern wollen wir auch in Zukunft nicht absagen“, so die Hauptamtsleiterin. Denn möglicherweise müssten die andernfalls sogar auf Einrichtungen in Grimma ausweichen. Das würde für die Eltern weite Wege bedeuten. Daher haben sich die Leisniger Stadträte Sonja Heier zufolge auf diese Kapazitätserweiterung verständigt.

Im Kita- und Hortbereich reichen die Plätze aus, die die Stadt gegenwärtig zur Verfügung stellen kann. An einen Kita-Neubau wie Waldheim denkt Leisnig im Moment nicht. Trotzdem wird auch die geplante Kapazitätserweiterung für Krippenkinder Geld kosten. Die zunächst anfallenden Umbaukosten kann die Amtsleiterin noch nicht beziffern. In der Folge bedeutet eine höhere Betreuungskapazität aber auch mehr Personal. „Letztlich sollten die Kinder diese Ausgaben wert sein“, findet Sonja Heier.

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