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Donnerstag, 12.07.2018

18 Katzen bei Kodersdorf konfisziert

Zwei Weißrussen sagen, sie wollten mit ihnen in Deutschland eine Zucht aufbauen. Das Veterinäramt nahm sich der Tiere an.

Die Bundespolizei ermittelt gegen zwei Weißrussen wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.
Die Bundespolizei ermittelt gegen zwei Weißrussen wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

© dpa

Kodersdorf. Zwei Männer aus Weißrussland brachten mit ihren Fahrzeugen gemeinsam insgesamt 18 Katzen über die Grenze nach Deutschland. Dabei haben sie gegen das Tierschutz- und Tierseuchenrecht verstoßen, berichtet ein Sprecher der Bundespolizei.

Demnach war am Mittwochnachmittag bei Kodersdorf zunächst der Ford-Transporter eines 38-Jährigen von Bundespolizisten kontrolliert worden. Dabei entdeckten die Beamten vier junge Kätzchen, die auf der Ladefläche frei umherspazierten. Zwar habe der Fahrer für Katzennahrung gesorgt und auch an eine Katzentoilette gedacht, eine vorgeschriebene Transportbox fehlte jedoch, sagte der Polizeisprecher.

Während der Kontrolle meldete sich plötzlich ein 36-Jähriger, der bis zu diesem Zeitpunkt im Hintergrund geblieben war. Er bot freizügig an, beim Übersetzen zu helfen. Wie sich später herausstellte, transportierte auch er mit seinem Nissan Katzen - 13 Junge und ein erwachsenes Tier. Auch in diesem Fall fehlten die Transportboxen.

Wegen tierschutzwidriger Transportbedingungen seien alle Tiere in die Dienststelle gebracht worden, erläutert der Polizeisprecher. Anschließend sei das zuständige Veterinäramt des Landkreises Görlitz verständigt worden. Dieses ordnete nach entsprechender Prüfung die Quarantäne für die Katzen an. Gründe waren unter anderem der nicht ordnungsgemäße Transport sowie „nicht plausible seuchenrechtliche Papiere.“

Der im Rhein-Sieg-Kreis wohnende Fahrer des Nissans erklärte später, er wolle mit den Katzen möglicherweise eine Zucht aufbauen. Dass es tierschutz- und tierseuchenrechtliche Vorschriften gibt, die es bei der Einfuhr in die EU zu beachten gilt, wussten die beiden Männer den eigenen Angaben nach nicht.

Entsprechende Ermittlungsverfahren seien eingeleitet worden, informiert die Bundespolizei. Zudem musste der beschuldigte 36-Jährige eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1 000 US-Dollar hinterlegen.

Zum Verbleib der 18 unter Quarantäne gestellten Katzen, und wie es möglicherweise für sie weitergeht, machte die Bundespolizei keine weiteren Angaben und bat die Medien, von entsprechenden Nachfragen abzusehen. Man werde sich in dieser Hinsicht nicht äußern. (szo)