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Sonntag, 31.12.2017

Tatverdächtiger nach Brand in Plauen ermittelt

© Britta Pedersen/dpa

Plauen/Dresden. Nach dem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Plauen (Vogtland) mit elf Verletzten ist ein Verdächtiger ermittelt worden. Wie das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen am Sonntag mitteilte, konnte der mutmaßliche Täter am Samstagabend gestellt werden. Ein Ermittlungsrichter des Amtsgerichtes in Zwickau ordnete U-Haft an.

Über die Nationalität des mutmaßlichen Brandstifters liegen sz-online.de noch keine Informationen vor. „Aus dem aktuellen Stand der Ermittlungen ergeben sich Hinweise auf eine persönliche Motivation des Verdächtigen“, hieß es in der LKA-Mitteilung. Es werde weiterhin in alle Richtungen ermittelt. Ein fremdenfeindlicher Hintergrund könne nach wie vor nicht ausgeschlossen werden. Bei den Bewohnern des Hauses handelt es sich sowohl um Deutsche als auch andere EU-Bürger, vor allem Slowaken.

An den Ermittlungen sind das LKA, die Polizeidirektion Zwickau und das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum (PTAZ) beteiligt. Sachsens neuer Innenminister Roland Wöller (CDU) dankte den Ermittlern für „die schnellen Ergebnisse“ in einem Tweet über den Account seines Ministeriums.

Das Feuer in dem fünfstöckigen Wohnhaus war in der Nacht zum Samstag ausgebrochen. Eine vorbeifahrende Streife hatte den Brand bemerkt und die Rettungsmaßnahmen eingeleitet. Das Gebäude wurde evakuiert, die Feuerwehr brachte etwa 40 Menschen in Sicherheit. 14 von ihnen, darunter viele Kinder, verbrachten den Rest der Nacht in einer Notunterkunft. Das Haus wurde für unbewohnbar erklärt.

19 Betroffene wurden in der Nacht zunächst in Krankenhäuser gebracht. Wie sich herausstellte, erlitten vier Menschen im Alter von 2 bis 39 Jahren schwere Verletzungen. Sie wurden zur Behandlung in Spezialkliniken nach Dresden, Leipzig und Halle (Sachsen-Anhalt) gebracht. Sieben Personen im Alter von 1 bis 29 Jahren wurden leicht verletzt. Die übrigen acht Betroffenen konnten die Krankenhäuser unverletzt wieder verlassen. (dpa/fsc)

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