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Donnerstag, 07.12.2017

Stange erfreut über Immaterielles Kulturerbe

Dresden. Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) sieht in der Aufnahme von Orgelbau und Orgelmusik in Deutschland in die Unesco-Liste des Immateriellen Kulturerbes auch eine Auszeichnung und Wertschätzung für die sächsische Tradition. Die Ursprünge der Orgellandschaft reichten bis in die Spätgotik zurück, die ältesten erhaltenen Instrumente stammten aus dem 17. Jahrhundert. „Ihrer hohen Qualität und einem früh einsetzenden denkmalpflegerischen Bewusstsein ist es zu verdanken, dass zahlreiche historische Orgeln erhalten sind“, sagte sie am Donnerstag in Dresden zur Entscheidung bei der Tagung des Unesco-Komitees in Südkorea.

Nach Ministeriumsangaben sind von mehr als 2 500 Orgeln landesweit über 130 historische Instrumente vom 17. bis 19. Jahrhundert vollständig oder großteils erhalten. Die Region wurde nachhaltig von Gottfried Silbermann (1683-1753) und seiner Schule geprägt. Der Orgelbau ist eine wichtige Säule des Musikinstrumentenbaus im Erzgebirge, betonte Stange. Konzerte, Meisterkurse und Orgelakademien hätten den Ruf sächsischer Orgeln vermehrt und zögen Künstler und Orgelbauer aus aller Welt an. Sie seien fester Bestandteil der Kirchenmusik und zunehmend auch Forschungsgegenstand. (dpa)

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