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Montag, 20.06.2016

Staatsschutz ermittelt wegen Hetz-Plakat

Ein rechtsradikaler Vorfall beim Pirnaer Stadtfest hat ein Nachspiel. Offenbar steckt die NPD dahinter.

Mitglieder der „Jungen Nationalen Sächsische Schweiz-Osterzgebirge“, die Jugendorganisation der NPD, hatten beim Stadtfest in Pirna direkt an der Elbe ein Banner mit der Aufschrift „Migration ist Völkermord“ enthüllt und dazu Pyrotechnik abgefackelt.
Mitglieder der „Jungen Nationalen Sächsische Schweiz-Osterzgebirge“, die Jugendorganisation der NPD, hatten beim Stadtfest in Pirna direkt an der Elbe ein Banner mit der Aufschrift „Migration ist Völkermord“ enthüllt und dazu Pyrotechnik abgefackelt.

© Screenshot Twitter

Pirna. Nach einem fremdenfeindlichen Zwischenfall beim Pirnaer Stadtfest hat die Polizei Ermittlungen wegen mehrerer Straftaten eingeleitet. Die Fahnder prüfen derzeit, ob Verstöße gegen das Versammlungsgesetz und das Sprengstoffgesetz vorliegen. Geleitet werden die Ermittlungen vom Dezernat Staatsschutz, einer Abteilung der Kriminalpolizei bei der Polizeidirektion Dresden.

Anlass der Ermittlungen ist ein Vorfall, der sich am Sonnabendabend auf der Copitzer Elbwiese ereignete. Mitglieder der „Jungen Nationalen Sächsische Schweiz-Osterzgebirge“, die Jugendorganisation der NPD, hatten direkt an der Elbe ein Banner mit der Aufschrift „Migration ist Völkermord“ enthüllt und dazu Pyrotechnik abgefackelt. Nach Polizeiangaben sollen sich während des Vorfalls etwa 15 Personen in der Nähe des Fähranlegers Copitz aufgehalten haben. Als Beamte am Elbufer eintrafen, waren die Personen samt Banner aber schon verschwunden. (SZ)

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