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Donnerstag, 04.01.2018

Solidarität mit Brandopfern ist riesig

Neben Kleidung bekam die Familie aus Bannewitz auch Spielzeug geschenkt. Hilfe kommt nicht nur aus dem Ort.

Von Verena Schulenburg

Das Einfamilienhaus der Familie auf dem Käferberg in Hänichen ist unbewohnbar und baufällig. Der Brand am Neujahrsmorgen hat alles zerstört.
Das Einfamilienhaus der Familie auf dem Käferberg in Hänichen ist unbewohnbar und baufällig. Der Brand am Neujahrsmorgen hat alles zerstört.

© Andreas Weihs

Bannewitz. Nachdem ein Brand am Neujahrstag ein Einfamilienhaus im Bannewitzer Ortsteil Hänichen komplett zerstört hat, ist die Hilfsbereitschaft für die betroffene Familie sehr groß. Das Paar mit den drei Kindern verlor am Montagmorgen nicht nur ihr Zuhause, sondern auch jegliches Hab und Gut.

Daher ruft die Gemeinde Bannewitz seit Dienstag zu Spenden für die fünfköpfige Familie auf, neben Geld auch zu Sachspenden. Die Anteilnahme war bereits einen Tag nach dem schrecklichen Brand so groß, dass die Familie nun mit allerlei Utensilien erstversorgt ist, erklärt der Bannewitzer Gemeindewehrleiter Heiko Wersig. Er war am frühen Morgen des 1. Januars neben rund 70 Feuerwehrleuten aus der Gemeinde, Freital und Rabenau auch selbst vor Ort, um den Brand zu löschen.

Es sei nun genug Kleidung für die 7-jährigen Zwillingsmädchen, das 14-jährige Mädchen und deren Eltern da. Die Hilfe geht dabei weit über die Grenzen von Bannewitz hinaus. Sogar ein Großenhainer sei mit Spielzeug für die Kleinen angereist. Die fünfköpfige Familie ist gerade in der Pension Otto in Hänichen untergekommen. Derzeit werde geprüft, ob sogar eine größere Wohnung zur Verfügung gestellt werden kann, bis das abgebrannte Einfamilienhaus abgerissen und neu aufgebaut ist.

Nach wie vor werde Geld für die Familie gesammelt. Für das völlig zerstörte Wohnhaus wurde zwar eine Versicherung abgeschlossen. Derzeit ist aber noch nicht klar, welche Summe gezahlt wird und vor allem wann. Wie Heiko Wersig mitteilt, sind binnen der ersten zwölf Stunden nach Eröffnung des Spendenkontos 650 Euro eingezahlt worden. Währenddessen muss das Leben für die Familie weitergehen, die vor zwölf Jahren von Dresden nach Bannewitz zog und damals das Haus auf dem Käferberg neu baute. Bereits am Dienstag war eine Dachdeckerfirma vor Ort, um lose Ziegel vom ausgebrannten Dach zu holen.

Hinsichtlich der Brandursache gibt es noch keine abschließende Erkenntnis, wie Polizeisprecherin Ilka Rosenkranz erklärt. Die Ermittlungen wegen Brandstiftung dauern an. Sie seien umfangreich und könnten sich unter Umständen sogar Wochen hinziehen. Vor allem dann, wenn das Brandgemisch auch einer chemischen Analyse unterzogen werde.

Geldspenden an die Gemeindeverwaltung Bannewitz, Zweck: Brand Einfamilienhaus Käferberg, Deutsche Kreditbank Berlin, IBAN: DE81 1203 0000 1002 3170 38, BIC: BYLADEM1001

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