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Montag, 20.03.2017

Polizei sucht Zeugen auf neuen Wegen

Plakate sollen helfen, den Großbrand im Herbst 2015 in Dipps zu klären. Dafür ist aber nicht viel Zeit.

Mit diesem Plakat sucht die Polizei die Brandstifter.
Mit diesem Plakat sucht die Polizei die Brandstifter.

© Polizei

Dippoldiswalde. Rund 90 Plakate lässt das Operative Abwehrzentrum der sächsischen Polizei drucken, um nach neuen Hinweisen und Zeugen zu suchen. Sie sollen helfen, die vermutliche Brandstiftung an einer Containeranlage in Dippoldiswalde in der Nacht zum 31. Oktober 2015 aufzuklären. Die Plakate sollen in Dippoldiswalde und allen Nachbargemeinden an öffentlichen Orten aufgehangen werden, wie Kathleen Doetsch, Pressesprecherin des Operativen Abwehrzentrums, mitteilt. Diese Stelle ist zuständig, wenn ein Verdacht auf eine Straftat mit extremistischem Hintergrund besteht. Das war bei dem Brand in Dippoldiswalde sehr schnell der Fall. Denn die Container waren für einen Verkauf im Gespräch, um dort Asylbewerber unterzubringen.

Auf den Plakaten ist auch der Hinweis auf die 10 000 Euro Belohnung enthalten, welche die Firmengruppe Schwarz, der die Container gehörten, für Hinweise zur Aufklärung aussetzt. Diese Belohnung wird aber nur bis Ende Juni angeboten. Und wenn ein erster Hinweis zum Erfolg führt, gibt es danach auch keine Belohnung mehr. Besonders sucht die Polizei nach dem Fahrer eines Geländemotorrads und einem Mann mit schwarzem Kapuzenshirt, die in der Brandnacht in der Nähe gesehen wurden.

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